HAIKO´S FILMLEXIKON
EINE HOCHZEIT ZUM VERLIEBENMehr muß man doch
gar nicht zu dieser Geschichte sagen. Im Prinzip ist sie von Klischees
total überladen und hundertprozent Vorhersehbar, doch was sich bei
den meisten Filmen als absolute Schwäche herauskristallisiert, ist
bei diesem Film die Stärke, denn den beiden Hauptdarstellern ist das
Happy End vollauf zu gönnen. Und eine ganz große weitere Stärke
ist die Musik. Wer, wie ich, in den Achtzigern groß geworden ist,
kann mit dem Soundtrack nur zufrieden sein: Nena, Culture Club, Billy Idol
und noch ein Dutzend weiterer Idole. Und wer nach diesen Film nicht in
Drew Barrymore verliebt ist, der ist gefühlskalt! Absolut perfekt
und extrem kultig: Als Drew Barrymore deprimiert ist, legt sie sich auf
ihr Bett und hört Cure. Realismus pur!
Regie: Frank Coraci Darsteller: Drew Barrymore, Adam Sandler, Steve Buscemi, Alexis Arquette, Matthew Glave USA 1998 (H.H.)
EINE HOCHZEIT ZUM VERLIEBENDer Hochzeitssänger Robbie und die Service-Angestellte Julia lernen sich auf einer Feier kennen und freunden sich schnell an, beide sind jedoch in festen Beziehungen und planen ihre jeweilige Hochzeit. Leider platzt Robbie´s Hochzeit vor dem Traualtar und frustriert zieht er sich als Sänger auf Hochzeiten anderer Leute zurück. Julia bittet ihn jedoch, ihr bei den Vorbereitungen zu ihrer eigenen Heirat mit einem reichen Börsenspekulanten zu helfen, so daß passiert, was kommen mußte. Robbie verliebt sich in Julia und findet zudem noch heraus, daß Julia´s Verlobter ein echtes Arschloch ist und sie hemmungslos betrügt. Bis die beiden am Schluß (natürlich) doch noch zusammenkommen, müssen noch diverse Hindernisse und Mißverständnisse aus dem Weg geräumt werden...„The Wedding Singer“ ist eine der in den 90ern so beliebten „romantischen Komödien“, nur das die Handlung hier in die Mitte der 80er verlegt wurde, als die Männer noch schräge Frisuren trugen und Popmusik noch kein Schimpfwort war. Abgesehen von Frisuren, Klamotten und natürlich der großartigen Musik könnte die Handlung aber genauso in unserer Zeit spielen. „EINE HOCHZEIT ZUM VERLIEBEN“ (welch blöder deutscher Titel!) kommt in der Tradition solcher Brat-Pack Filme wie „PRETTY IN PINK“ oder „IST SIE NICHT WUNDERBAR?“ daher, nur das die Rollen etwas älter angelegt sind. Musik gibt es von Gruppen wie New Order, Smiths, Cure und tausend anderen zu hören, teilweise von den Schauspielern nachgesungen, was manchmal recht lustig ist. Besonders amüsieren Anspielungen auf Ereignisse, die nach der Handlungszeit 1985 liegen oder kleine Scherze wie der Seitenhieb auf die Fernsehserie „DALLAS“ oder die wilden Frisuren des A Flock Of Seagulls Sängers. Ganz eingefangen wird der Geist der 80er Jahre letztendlich nicht, zu sehr merkt man dem Film an, daß er halt Ende der 90er entstanden ist, aber ein bißchen was aus der „guten alten Zeit“ kommt doch dauernd rüber und man kann schön in Erinnerungen schwelgen. Drew Barrymore als Julia und Adam Sandler als Robbie sind klasse anzuschauen, aber auch der Boy George/Marylin-Klon aus Robbie´s Band oder Billy Idol in einer kleinen Rolle als er selbst bringen den Film in Schwung. Sicherlich ist der Film nur als Beitrag zu einem vor sich hintreibenden 80er Revival gedreht worden, aber wen stört das wenn man die reizende Drew Barrymore zu guter alter Originalmusik aus der Zeit bewundern darf? Ich jedenfalls mag den Film und sehe ihn mir immer mal wieder gerne an, wenn ich gerade mal keine Lust auf Horror, Science Fiction, Action oder Pornos habe. Originaltitel: The Wedding Singer Regie: Frank Coraci Darsteller: Drew Barrymore, Adam Sandler, Steve Buscemi, Alexis Arquette, Matthew Glave USA 1998 BMG DVD (A.P.)
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