Marketing Film

BRAZIL

(England 1984)

Originaltitel: Brazil
Regie: Terry Gillian
Darsteller / Sprecher: Jonathan Pryce, Robert De Niro, Katherine Helmond, Bob Hoskins, Kim Greist, Michael Palin    
Bild zum FilmTerry Gilliams Brazil ist eine düstere Vision eines totalitären Staates. Gleichzeitig ist es ein Seitenhieb auf Bürokratie ebenso wie auf den Jugendkult.

Durch einen Irrtum wird Mr. Buttle von der Informationsbehörde festgenommen. Eigentlich sollte Harry Tuttle festgenommen werden, ein Schwarzarbeitender Heizungsmonteur, der von der Bürokratie genervt ist und nicht mehr für jeden Handgriff ein Formular ausfüllen wollte. Dieser Irrtum soll der Abteilung zugeschoben werden, in der auch Sam Lowry arbeitet. Sam ist nur ein einfacher Angestellter, hilft seinem Vorgesetzten Mr. Kurtzman aber immer weiter, wenn dieser nicht weiter weiß. Er flüchtet aus der Realität durch Träume von seiner Traumfrau, diese Träume werden mit der Zeit jedoch immer bedrohlicher. Als er dabei ist, den Tuttle-Buttle Irrtum zu bereinigen (soweit dies möglich ist, Buttle hat das Verhör nicht überlebt), begegnet er der Frau aus seinen Träumen, eine LKW-Fahrerin namens Jill Layton, die unter dem Verdacht steht, einer Terroristischen Vereinigung anzugehören. Im weiteren Verlauf der Geschichte (in dem er auch noch auf Tuttle trifft) gerät Sam selbst unter den Verdacht, ein Terrorist zu sein. Das Enden des Filmes hat mir persönlich sehr gut gefallen, obwohl es kein Happy End gibt. Aber dieses Ende paßt gut zur düsteren Stimmung des Filmes.

Der Film ist sehr stimmungsvoll, die ganze Stadt wirkt recht düster. Die Atmosphäre wird auch durch die Musik und die immer wieder eingestreuten Stadtansichten noch verstärkt. Brazil ist kein Film zum nebenbei gucken. Man sollte ihn sich schon konzentriert ansehen, da die Handlung nicht immer ganz geradlinig verläuft. Neben der 142 Minuten langen Originalversion gibt es noch eine 132 minütige Version. Daneben existiert noch eine Fassung von 94 Minuten, die ich nicht kenne, womit ich aber nach dem, was ich gehört habe, auch nichts verpaßt habe. Die Szenen sind schlecht und lieblos zusammengefügt und es fehlen die Szenen, die für die Atmosphäre wichtig sind. Dafür konzentriert sich diese Version mehr auf die Beziehung zwischen Sam und Jill sowie auf die Actionszenen. Dies wurde gemacht, da die ursprünglich Version angeblich zu unkommerziell sein soll. Dementsprechend wurde auch aus dem genialen Ende ein Happy End. (PCR)



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