| HAIKO´S HEISSE ECKE KRITIK 1
KRITIK 2
KRITIK 3
MANIAC
Frank Zito hatte eine harte Kindheit, seine Mutter hat ihn wirklich ziemlich
schlecht behandelt, so daß er heute ein geschädigtes Verhältnis zu Frauen hat und sich
deshalb lieber in seinem kleinen Zimmer im Hinterhof mit Schaufensterpuppen amüsiert.
Nebenbei tötet er auch noch einige Frauen, meistens Prostituierte, die er skalpiert und
die Haare dann seinen Plastikdamen zu Hause aufsetzt. Dann lernt er allerdings eine
Fotografin kennen und die zwei verlieben sich im Laufe der Geschichte tatsächlich
miteinander, doch als Zito mit ihr das Grab seiner Mutter besucht, brechen die alten
Gefühle wieder durch...
Ziemlich
düsterer und depressiver Streifen mit ziemlich realistischen Splattereffekten von Tom
Savini, der im Nachhinein allerdings mit dem Film nichts mehr zu tun haben wollte.
Regisseur William Lustig zeigt uns Frank Zito als kranken Mann und obwohl er grausame
Morde an unschuldigen Frauen begeht, hat man auf der anderen Seite tatsächlich schon bald
Mitleid für den Mann, was vielleicht auch daran liegt, daß er äußerlich nicht gerade
von Gott gesegnet wurde. Alles in allem ein schockierender Film, der in Deutschland
beschlagnahmt wurde, doch von der Firma Astro wieder in die Videotheken und die
einschlägigen Mailorder gebracht wurde
Von ASTRO gibt es jetzt die ungeschnittene,
nicht beschlagnahmte Kinofassung in Dolby Surround und im Kinoformat, außerdem noch
digital bearbeitet. Dort gibt es auch "MANIAC
2 - LOVE TO KILL", der aber nichts mit diesem Film hier zu tun hat, außer
daß Joe Spinell und Caroline Munroe mitspielen und Spinelli wieder einmal psychisch
ziemlich abgewrackt ist. ASTRO hat von "MANIAC" noch eine Spezialedition
herausgebracht, auf der 22 Minuten Zusatzmaterial enthalten ist. Es handelt sich hierbei
um Szenen, die in der Uncut-Version nicht enthalten sind, weil Regisseur William Lustig
sie selbst herausgenommen hat. Eine längere Szene an der Rezeption des Stundenhotels, die
Erwürgungsszene im Hotelzimmer, ein kurzer Teil der Autoliebesszene und eine Unterhaltung
zweier Mütter auf einem Spielplatz. Danach folgt der Original Kinotrailer, einmal unrated
und einmal mit einer Altersfreigabe von 17 (ohne einen Tropfen Blut). Es folgen einige
kurze Original TV Spots und ein italienischer, französischer sowie ein deutscher
Kinotrailer. Danach folgen einige bereits abgedrehte Szenen für "MANIAC 2 - MR.
ROBBIE", der nie zu Ende gedreht wurde, da Hauptdarsteller Joe Spinell starb (wie
schon geschrieben, der "MANIAC 2 - LOVE TO
KILL" hat ja nichts mit "MANIAC" zu tun). Die Szenen sind im
Originalton und enthalten u.a. einen ziemlich blutig gemachten Mord.
| Splatter |
SFX |
Humor |
Action |
Anspruch |
Spannung |
Erotik |
Musik+Sound |
Gesamt |
| 5 |
1 |
1 |
2 |
1 |
3 |
1 |
3 |
4 |
Originaltitel: Maniac
Regie: William Lustig
Darsteller: Joe Spinell, Caroline Munroe, Gail
Lawrence, Kelly Piper, Tom Savini
USA 1980
(Haiko Herden)
MANIAC
Frank hat ein
Problem aus der Kindheit, das die Beziehung zu seiner Mutter als Grundlage hat, er streift
durch die Straßen, ermordet bestialisch diverse Menschen und redet mit seinen
Schaufensterpuppen, die er in seiner Wohnung pflegt und hegt. Als er eine junge Fotografin
kennenlernt, scheint er sich zunächst etwas zu fangen, aber natürlich ist das nicht das
Ende...
Fängt an,
wie ein x-beliebiger Slasher, entwickelt sich aber schnell zu einem Nihilismus predigendem
Psycho-Portraits eines kranken Geistes. Die Beziehung zur Mutter erinnert ein wenig an
PSYCHO, die Story selbst
könnte einige Impulse für HENRY - PORTRAIT OF
A SERIAL KILLER gegeben haben. Dennoch darf man auch nicht verschweigen,
daß der Film einige Längen aufweist, die allerdings immer wieder durch sehr extreme und
eigentlich recht gut ausgeführte Splatter-Effekte ausgeglichen werden. "MANIAC"
gilt als einer der derbsten Filme, die immer gerne zum Thema Gewaltverherrlichung
angeführt werden, dementsprechend ist er auch in Deutschland verboten. Ein
ungewöhnlicher Film, dessen Kultcharakter aber meiner Meinung nach etwas zu hoch
eingeschätzt wird.
Originaltitel: Maniac
Regie: William Lustig
Darsteller: Joe Spinell, Caroline Munroe, Gail
Lawrence, Kelly Piper, Tom Savini
USA 1980
Astro-Video
(A.P.)
MANIAC
William Lustigs
Porträt eines Psychopathen ist auch unter Fans nicht unumstritten. Stein des Anstoßes
sind dabei die durchwegs sehr harten Effekte, die Tom Savini in Bestform präsentieren und
die zusammen mit der verstörenden Geschichte durchaus auch bei den Hartgesottenen ihre
Wirkung erzielen.
"MANIAC" erzählt die Geschichte von
Frank Zito, einem zutiefst gestörten Mann, der wieder und wieder auszieht, um andere
Menschen zu ermorden. Erst als er die Liebe einer Frau erfährt, scheint Frank aus seinem
Kreislauf der Gewalt ausbrechen zu können, aber der in ihm lodernde Wahnsinn ist
schließlich stärker als er.
Der Film
besticht durch Joe Spinells herausragende Darstellung, der im Porträt des Maniacs aufgeht
und eine Leistung vollbringt, die er niemals wieder erreichen sollte. "MANIAC"
ist ein Klassiker, der aufgrund der harten Effekte oftmals mißverstanden wurde
(hierzulande wurde er gar beschlagnahmt), der jedoch wie kaum ein anderer Film das Thema
auf den Punkt bringt. Als thematischer Vorläufer von "HENRY PORTRAIT OF A
SERIAL KILLER", dem es sogar gelingt, noch differenzierter an die Sache heranzugehen,
war er seiner Zeit ein wenig voraus. Die intensive Beschäftigung mit Serienkillern und
Psychopathen sollte erst am Ende des Jahrzehnts seine filmischen Früchte tragen.
"MANIAC" ist ein verstörender, ein beängstigender Film, der einen Blick in die
Abgründe menschlichen Seins wirft. Und als solcher ist er zwar ein umstrittener, aber
dennoch unumgänglicher Klassiker des Horrorfilms.
Die neue Fassung
von ASTRO wartet mit mehr
als 20 Minuten an Extramaterial auf. Dabei gibt es kurze alternative Szenen, verschiedene
internationale Trailer und kurze Szenen, die für die niemals fertiggestellte Fortsetzung
"MANIAC 2 MR. ROBBIE", gedreht wurden. Es fehlt jedoch die Dateszene, in
der Joe Spinell und Caroline Munro gemeinsam zu Abend essen. Warum diese Szene fehlt, ist
eigentlich unverständlich, da sie in der amerikanischen Special Edition, die mit der
deutschen beinahe identisch ist, enthalten war.
Originaltitel: Maniac
Regie: William Lustig
Darsteller: Joe Spinell, Caroline Munroe, Gail
Lawrence, Kelly Piper, Tom Savini
USA 1980
(Peter Osteried)
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