| HAIKO´S FILMLEXIKON CARRIE - DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER -
Kritik 1 CARRIE - DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER
Brian de Palma hat mit Carrie den bislang besten Stephen King-Film geschaffen, intelligent, gut gefilmt, gut geschnitten, gut beleuchtet, teilweise mit geteiltem Bildschirm und mit guten Schauspielern. Wirklich gut gelungen und auch hintergründig, so wird z.B. extreme Religiösität und Wahnsinn gekonnt dargestellt und mit den gemeinen Schülerintrigen der damaligen Zeit verbunden. Wie gesagt: Ein Meisterwerk, mit dem Brian de Palma auch sein Durchbruch als Filmemacher schaffte. Originaltitel: Carrie Regie: Brian De Palma Darsteller: Sissy Spacek, John Travolta, Nancy Allen USA 1976 (H.H.) CARRIE - DES SATANS JÜNGSTE TOCHTERSeit Mitte der 70er Jahre sind Stephen Kings Romane in Mode und gehören zum Besten was die Horrorliteratur zu bieten hat. Ganz klar, daß es nicht lange dauern sollte, bis sich die Filmindustrie drüber her machte. Die erste King-Verfilmung war das Horrordrama "Carrie", vom deutschen Verleih mit dem schwachsinnigen Untertitel "Des Satans jüngste Tochter" versehen. Denn Carrie(Sissy Spacek) ist bestimmt keine Tochter des Teufels. Sie hat eine nicht ganz normale Begabung. Sie kann Sachen mit ihrer Willenskraft bewegen, seien sie noch soweit entfernt. Und das ist ihr Unglück. Ihr Vater ist schon lange tot und ihre Mutter (Piper Laurie) ist durch diese unfaßbare Begabung wahnsinnig geworden und sieht in ihr das Böse. Das läßt die religiöse Fanatikerin sie auch spüren. In der Schule wird sie von ihren Mitschülern, besonders vonder Schönheitskönigin Chris Hargenson(Nancy Allen) und ihrem Freund Billy Nolan(John Travolta) gequält wo es nur geht, da diese in ihr einen Sonderling sehen, denn sie ist durch ihre Erziehung sehr naiv und weltfremd. Die einzige, die Mitleid hat ist Sue Snell(Amy Irving), selber als Intelligenzbestie angesehen. Als der Abschlußball sich nähert und natürlich Carrie niemanden hat, der sie begleitet, bittet Sue ihren Freund Tommy Ross(William Katt) sich um sie zu kümmern und zum Ball einzuladen. Dieser erfüllt etwas widerwillig diese Bitte. Carrie ist glücklich, zum ersten Mal. Sie setzt sich über ihre Mutter hinweg und verschwindet heimlich aus dem Haus. Doch auf dem Ball erwartet sie eine böse Überraschung. Durch eine getürckte Abstimmung werden sie und Tommy zum Abschlußpaar des Jahres gewählt. Auf der Bühne regnet es jedoch auf Carrie Schweineblut nieder, woraufhin sie ihre Kräfte vor lauter Zorn nicht mehr unter Kontrolle hat und sich der Saal in ein Blutbad verwandelt... De Palmas Film funktioniert leider nicht
immer. Es gibt leider unfreiwillig komische Momente(vielleicht auch gewollte, da man sich
bei einem Larry Cohen-Script nie ganz sicher sein kann), die die Atmosphäre abschwächen.
Nur die letzte halbe Stunde kann wirklich überzeugen, wenn auch nicht gerade als
Horrorfilm, sondern eher als übersinnliches Jugenddrama. Sissy Spacek und Piper Laurie
bekamen für ihre Rollen je eine Oscarnominierung, besonders die Darstellung Sissy Spaceks
ist bemerkenswert, da es ihr gelingt ihren Charakter, der äußerst vielseitig ausgefallen
ist, auszufüllen und Carrie somit faßbar zu machen.
Originaltitel: Carrie Regie: Brian de Palma Darsteller: Sissy Spacek(Carrie White); Piper Laurie(Margareth White); Amy Irving (Sue Snell); Nancy Allen(Chris Hargenson); William Katt(Tommy Ross); John Travolta (Billy Nolan) USA 1976 Länge: 93 Minuten; FSK: 16 Buch: Larry Cohen basierend auf dem Roman von Stephen King; Musik: Pino Donnagio; Kamera: Mario Tosi (Sebastian Schmidt)
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| Splatter | SFX | Humor | Action | Anspruch | Spannung | Erotik | Musik+Sound | Gesamt |
| 3 | 2 | 1 | 3 | 1 | 3 | 1 | 3 | 4 |
Originaltitel: Carrie 2 - The Rage
Regie: Katt Shea, Robert Mandel
Darsteller: Emily Bergl, Jason London, Dylan Bruno, J. Smith-Cameron, Amy Irving, Zachery Ty Bryan
USA 1999
(H.H.)