| HAIKO´S FILMLEXIKON CARRIE - DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER -
Kritik 1
CARRIE -
DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER - Kritik 2
CARRIE 2 -
DIE RACHE

CARRIE - DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER
Die arme Carrie White ist schon ein geschundenes
Mädel. Ihre strengreligiöse Mutter unterdrückt Carrie, als sei sie eine Hexe und in der
Highschool ist sie auch die Idiotin. Von dem Reifen des weiblichen Körpers hat ihr Mutti
niemals was erzählt und so bekommt sie einen Riesenschreck im Duschraum vor ihren
Schulkollegen, als ihr Blut am Bein hinunterrinnt. Fortan ist sie erst recht die
Schulidiotin. Zu dieser Zeit bemerkt Carrie auch, daß sie telepathische Kräfte besitzt
und Dinge per Gedankenkraft bewegen kann. Tommy Ross fragt sie aus Mitleid, ob sie mit ihm
zum Schulball geht, doch Carrie wittert eine Falle und fühlt sich verarscht. Doch nachdem
Tommy mehrfach nachgefragt hat, glaubt Carrie ihm und sagt zu, aber Mutter ist absolut
dagegen und Carrie begehrt das erste Mal in ihrem Leben gegen ihre Mutter auf. Sie macht
sich schön und begibt sich mit Tommy auf den Ball. Carrie und Tommy verstehen sich prima
und es kommt sogar zu einem Tanz und einem Kuss, doch die bösen Mitschüler haben sich
einen miesen Scherz ausgedacht. Als die beiden durch eine manipulierte Wahl zum Paar des
Abends gekürt werden, wird Carrie auf der Bühne von den schweinischen Kollegen mit einem
großen Eimer Schweineblut übergossen. Außer sich vor Wut brechen ihre telepathischen
Fähigkeiten los und von der Bühne aus läßt sie ein Inferno los...
Brian de Palma hat mit Carrie den bislang
besten Stephen King-Film geschaffen, intelligent, gut gefilmt, gut geschnitten, gut
beleuchtet, teilweise mit geteiltem Bildschirm und mit guten Schauspielern. Wirklich gut
gelungen und auch hintergründig, so wird z.B. extreme Religiösität und Wahnsinn gekonnt
dargestellt und mit den gemeinen Schülerintrigen der damaligen Zeit verbunden. Wie
gesagt: Ein Meisterwerk, mit dem Brian de Palma auch sein Durchbruch als Filmemacher
schaffte.
Originaltitel: Carrie
Regie: Brian De Palma
Darsteller: Sissy Spacek, John Travolta,
Nancy Allen
USA 1976
(H.H.)

CARRIE - DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER
Seit Mitte der 70er Jahre sind Stephen Kings
Romane in Mode und gehören zum Besten was die Horrorliteratur zu bieten hat. Ganz klar,
daß es nicht lange dauern sollte, bis sich die Filmindustrie drüber her machte. Die
erste King-Verfilmung war das Horrordrama "Carrie", vom deutschen Verleih mit
dem schwachsinnigen Untertitel "Des Satans jüngste Tochter" versehen. Denn
Carrie(Sissy Spacek) ist bestimmt keine Tochter des Teufels. Sie hat eine nicht ganz
normale Begabung. Sie kann Sachen mit ihrer Willenskraft bewegen, seien sie noch soweit
entfernt. Und das ist ihr Unglück. Ihr Vater ist schon lange tot und ihre Mutter (Piper
Laurie) ist durch diese unfaßbare Begabung wahnsinnig geworden und sieht in ihr das
Böse. Das läßt die religiöse Fanatikerin sie auch spüren. In der Schule wird sie von
ihren Mitschülern, besonders vonder Schönheitskönigin Chris Hargenson(Nancy Allen) und
ihrem Freund Billy Nolan(John Travolta) gequält wo es nur geht, da diese in ihr einen
Sonderling sehen, denn sie ist durch ihre Erziehung sehr naiv und weltfremd. Die einzige,
die Mitleid hat ist Sue Snell(Amy Irving), selber als Intelligenzbestie angesehen. Als der
Abschlußball sich nähert und natürlich Carrie niemanden hat, der sie begleitet, bittet
Sue ihren Freund Tommy Ross(William Katt) sich um sie zu kümmern und zum Ball einzuladen.
Dieser erfüllt etwas widerwillig diese Bitte. Carrie ist glücklich, zum ersten Mal. Sie
setzt sich über ihre Mutter hinweg und verschwindet heimlich aus dem Haus. Doch auf dem
Ball erwartet sie eine böse Überraschung. Durch eine getürckte Abstimmung werden sie
und Tommy zum Abschlußpaar des Jahres gewählt. Auf der Bühne regnet es jedoch auf
Carrie Schweineblut nieder, woraufhin sie ihre Kräfte vor lauter Zorn nicht mehr unter
Kontrolle hat und sich der Saal in ein Blutbad verwandelt...
De Palmas Film funktioniert leider nicht
immer. Es gibt leider unfreiwillig komische Momente(vielleicht auch gewollte, da man sich
bei einem Larry Cohen-Script nie ganz sicher sein kann), die die Atmosphäre abschwächen.
Nur die letzte halbe Stunde kann wirklich überzeugen, wenn auch nicht gerade als
Horrorfilm, sondern eher als übersinnliches Jugenddrama. Sissy Spacek und Piper Laurie
bekamen für ihre Rollen je eine Oscarnominierung, besonders die Darstellung Sissy Spaceks
ist bemerkenswert, da es ihr gelingt ihren Charakter, der äußerst vielseitig ausgefallen
ist, auszufüllen und Carrie somit faßbar zu machen.
| Splatter |
Action |
Spannung |
Anspruch |
Humor |
Erotik |
Gesamt |
| 3 |
2 |
4 |
3 |
0 |
1 |
4 |
Originaltitel: Carrie
Regie: Brian de Palma
Darsteller: Sissy Spacek(Carrie White); Piper
Laurie(Margareth White); Amy Irving (Sue Snell); Nancy Allen(Chris Hargenson); William
Katt(Tommy Ross); John Travolta (Billy Nolan)
USA 1976
Länge: 93 Minuten; FSK: 16
Buch: Larry Cohen basierend auf dem Roman von
Stephen King; Musik: Pino Donnagio; Kamera: Mario Tosi
(Sebastian Schmidt)
CARRIE 2 - DIE RACHE
Rachel Lang ist Carrie White´s
Halbschwester, sie weiß es nur nicht. Sie ist zwar einigermaßen seblstbewußt, ist in
ihrer Schule aber ein Außenseiter, weil sie nicht so oberflächlich und doch eher
nachdenklich ist, manchmal auch ein wenig aggressiv. Außerdem ist bekannt, daß ihre
Mutter in der Psychiatrie sitzt. Rachel kann manchmal, wenn sie in Streßsituation
ist, Dinge bewegen, doch sie versucht das nicht zu forcieren, denn das macht ihr Angst.
Sue Snell ist Vertrauenslehrerin an der Schule, sie war damals auch die Vertrauenslehrerin
von Carrie und kennt ihre Fähigkeiten. Mehrmals versucht sie mit Rachel ins Gespräch zu
kommen, doch sie blitzt immer wieder ab. Eines Tages fährt Rachel wieder einmal mit ihrer
Freundin Lisa im Schulbus und sie erzählt Rachel, daß sie das erste Mal mit einem Jungen
geschlafen hätte und das sie verliebt sei. Doch genau dieses Mädchen stürzt sich noch
am selben Vormittag vom Dach der Schule. Die niedergeschlagene Rachel beginnt
nachzuforschen, was sie dazu getrieben haben könnte und findet heraus, daß unter den
Leuten vom Footballteam ein Wettbewerb läuft. Jedes Mädchen hat eine bestimmte Punktzahl
versehen bekommen und die Footballer versuchen nun, so viele Mädchen wie möglich ins
Bett zu bekommen, der Sieger ist der mit der höchsten Punktzahl. Rachel´s Freundin ist
Opfer dieses Spieles geworden und konnte dies nicht verkraften. Zeitgleich verliebt Rachel
sich in einen dieser Footballspieler und er auch in sie, obwohl er bei dem Spiel mitmacht,
fasst sie Vertrauen zu ihm. Das ist natürlich fatal, auf dem Abschlußball kommt es zur
Katastrophe...
Ich hätte es mir niemals denken können,
daß ich das sagen würde, aber diese Fortsetzung von "CARRIE - DES SATANS
JÜNGSTE TOCHTER" ist vollauf gelungen! Der Film macht durchgehend Spaß, hat
wirklich tolle Schauspieler (Emily Bergl reiht sich fortan in die Reihe meiner
Lieblingsschauspielerinen, sie hat etwas von Sara Gilbert alias Darlenne Connor aus "ROSEANNE")
und nicht zuguterletzt sogar einige blutige Effekte und einen dramatischen Schluß. Brian
De Palma´s Vorlage ist natürlich nicht zu toppen, das ist klar und logisch, doch das ist
eine absolut positive Fortführung der Geschehnisse, ganz im Stile der heutigen Zeit der
Highschool-Teenie-Filme. Der Selbstmord von Rachel´s Freundin basiert übrigens auf einer
wahren Begebenheit, genau so hat es sich in einer Stadt namens Lakewood zugetragen.
| Splatter |
SFX |
Humor |
Action |
Anspruch |
Spannung |
Erotik |
Musik+Sound |
Gesamt |
| 3 |
2 |
1 |
3 |
1 |
3 |
1 |
3 |
4 |
Originaltitel: Carrie 2 - The Rage
Regie: Katt Shea, Robert Mandel
Darsteller: Emily Bergl, Jason London, Dylan
Bruno, J. Smith-Cameron, Amy Irving, Zachery Ty Bryan
USA 1999
(H.H.)
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