Hierbei handelt es sich
um einen privat gedrehten Film von Andreas Bethmann. Die ersten zehn Minuten
sieht man nur eine Burgruine, unscharfe Unterwasseraufnahmen und eine umherlaufende
Frau unterlegt mit sphärischer Musik, was einem schon gleich am Anfang
arg beutelt. Diese furchtbaren Längen durchziehen dann aber auch den
Rest des Filmes, jede einzelne Kleinigkeit wird zu lange gezeigt, da muß
man wirklich noch stark dran arbeiten. Dann sind da noch wirklich schlechte
Schauspieler und teils massiv schlechter Ton, man muß ständig
mit dem Lautstärkeregler nachregeln, denn oft sind die Dialoge zu
leise (weil oftmals auch zu sehr genuschelt) und die Musik dafür wieder
zu laut. Ich liebe ja normalerweise diese privat gedrehten Filmchen, aber
das hier ist so übermäßig hohl und uninteressant, daß
selbst die schlechteste „Tales From The Crypt"-Folge noch mehr Substanz
hat, als dieser Film hier. Doch ich glaube, man sollte die Hoffnung bei
Bethmann nicht unbedingt aufgeben, nur sollte er sich eines mal klarmachen,
was Independent-Filmer ausmacht: Wenn man schon kein Büdget für
einen Film hat, sollte man wenigstens versuchen, daß der Film so
aussieht, als wäre welches vorhanden gewesen. Und wenn das schon nicht
klappt, dann sollte man wenigstens versuchen, alles ein bißchen anspruchsvoller
zu machen, so daß es nicht auffällt, daß der Film nichts
gekostet hat. Wie wäre es auch mit einem bißchen mehr Erotik?
Ach so, und wieso muß der Erbauer einer Holzkiste im Vorspann genannt
werden?
| Splatter | SFX | Humor | Action | Anspruch | Spannung | Erotik | Musik+Sound | Gesamt |
| 3 | 1 | 1 | 2 | 0 | 2 | 1 | 3 | 1 |
Regie: Andreas Bethmann
Darsteller: Erich Amerkamp, Maria Moreno, Anita Carrillo
(H.H.)