| HAIKO´S FILMLEXIKON
PSYCHO
PSYCHOMuß man zu einem derartigen Wichtigfilm eigentlich überhaut noch etwas schreiben? Ich glaube kaum, trotzdem einige kleine Worte: Hitchcock hat damals, als der Film in den Kinos lief, keine Leute mehr nach Start des Filmes in das Kino gelassen, um die Zuschauer absolut nicht abzulenken, damit sie auch die volle Wirkung zu spüren bekommen, nämlich, daß die Hauptdarstellerin, die uns vorher so ausführlich vorgestellt wird, plötzlich unter der Dusche die Lebensgeister aushaucht. Wie gesagt, einer der wichtigsten Film überhaupt, der nicht nur im Psychothriller-Genre, sondern auch im Horrormilieu neue Trends setzte. Originaltitel: Psycho Regie: Alfred Hitchcock Darsteller: Anthony Perkins, Janet Leigh USA 1960 (H.H.) PSYCHO 2 Zur
Einstimmung wird nochmal die berühmte Duschmordszene aus Hitchcock´s
Originalklassiker zum Besten gegeben. Nach 22 Jahren kehrt Norman Bates
als geheilt aus der Psychiatrie nach Bates Motel zurück. Schon bei
seiner Ankunft findet er Zettel für ihn mit der Unterschrift seiner
Mutter und ihre Stimme hört er auch. Irgendjemand will ihn wieder
in den Wahnsinn treiben, hat das junge Mädchen, das bei Norman Bates
wohnt etwas damit zu tun? Schon bald passiert der erste Mord. Es scheint
zu klappen, Norman Bates beginnt immer mehr an seinem eigenen Verstand
zu zweifeln und alles wird verwirrend, Norman Bates ist plötzlich
der Meinung, daß die tote Mrs. Bates nur seine Adoptivmutter ist
und er die Stimme seiner echten Mutter hören würde. Die Spannung
steigt und die ganze Story verstrickt sich in Unwahrheiten, Vermutungen,
Wahnsinn und Momenten der Schweißausbrüche. Und der Schluß
läßt dann die angeblich geklärten Dinge wieder vollständig
verwirrlich erscheinen. Also, wenn man Psycho 2 direkt neben Teil 1 stellt,
schneidet er selbstverständlich schlechter ab, aber als unabhängiger
Film kommt plötzlich ein richtig guter Thriller heraus, spannend gemacht
gespickt mit Überraschungen und diversen Schreckensmomenten, der auch
immer wieder Motive aus dem ersten Teil übernimmt und eine wirklich
geschickt zusammengeschriebene Story vorweisen kann. Wirklich schade, daß
dieser wirklich tolle Film immer im Schatten seines Vorgängers stehen
wird, aber so ist es immerhin eine würdige Fortsetzung, der gelungene
Abschluß eines sonst ziemlich beschissenen Tages.
Originaltitel: Psycho 2 Regie: Richard Franklin Darsteller: Anthony Perkins, Very Miles USA 1983 (H.H.) PSYCHO 3Die ehemalige Nonne Maureen ist verzweifelt und übernachtet im Bates Motel. Norman Bates bildet sich ein, es sei sein erstes Opfer (das aus der Dusche) oder hat jedenfalls eine große Ähnlichkeit. Norman rettet sie vor einem Selbstmordversuch, die beiden werden gute Freunde und fast sogar ein Liebespaar, doch das mag Norman´s Mutter oder auch Nicht-Mutter, die er ausgestopft hat, überhaupt nicht. Sie/Er bringt zwei Mädchen um, aber irgendwie ist der neue Assistent, den Norman in seinem Hotel angstellt hat, auch nicht so ganz unschuldig...Der 3. Teil ist ein Film, den man sich hätte sparen sollen. Relativ unspannend und ziemlich flach zieht sich der Film in die Länge, den Psychomythos kann man leider nicht unendlich fortsetzen. Obwohl der Schluß dann doch recht fesselnd ist und die sogar schon fast geniale Schlußszene einen vierten Teil möglich macht. Diesen vierten Teil gibt es auch, dieser hat aber den Untertitel "Wie alles begann". Der guten Ordnung halber werde ich für Euch diesen Titel demnächst auch noch mal testen. Übrigens spielt im dritten Teil als kleines Highlight Jeff Fahey mit, der schon bei Iron Maze als guter Typ glänzte. Originaltitel: Psycho 3 Regie: Anthony Perkins Darsteller: Anthony Perkins, Jeff Fahey USA 1983 (Haiko Herden) Nach
Jahrelangem Klinikaufenthalt wird Norman Bates entlassen und kehrt in sein
altes Haus zurück, wo auch schon seine Mutter auf ihn wartet. Zu ihm kommt
eine junge Frau als Gast, die( zumindest für Norman) eine verblüffende Ähnlichkeit
mit seinem ersten Opfer aus der Dusche hat. Natürlich entsteht zwischen den
beiden eine herzzerreißende, hoffnungslose Romanze, weil Normans Mutter das
gar nicht gerne mag. Bla bla bla. Na, das klingt ja alles schon sehr vielversprechend oder? Ehrlich, das ist der schlimmste Psycho Film der je gedreht wurde, weil wirklich absolut gar nichts passiert. Total langweilig zieht sich die sinnlose und äußerst lächerliche Story den ganzen Film durch, da dieser Film weder spannend ist, noch irgend etwas hat, was den Namen Psycho zurecht verdient, bis auf die Tatsache, dass Anthony Perkins wieder mit von der Partie ist. Das ist aber auch das einzige. Es gibt noch nicht mal anständige Effekte die den Film wenigstens etwas interessanter machen. Somit fällt es mir auch äußerst schwer zu begreifen, wie man diesen Schrott noch als „Horrorfilm“ bezeichnen kann. Ich würde es eher Kasperle Theater für Senioren bezeichnen. Der arme Alfred Hitchcock würde sich im Grab umdrehen, wenn er dieses Meisterwerk des Schreckens sähe. Ich drücke zwei Augen zu und gebe ihm noch eine 2( von 1- 10). Originaltitel: Psycho 3 Regie: Anthony Perkins Darsteller: Anthony Perkins, Jeff Fahey USA 1983 (Clemens Toyka) PSYCHO 4 – THE BEGINNINGSo ist nun die Moderatorin
im Radio gezwungen, Norman von dieser üblen Tat abzuhalten. „PSYCHO
4“ ist anscheinend ein Schnellschuß für das Kabelfernsehen gewesen
und hat keinerlei Atmosphäre. „PSYCHO“ fortzusetzen, war sowieso schon
ein Frevel, aber dieser vierte Teil ist echt die Höhe. Das Drehbuch
stammt dieses Mal übrigens wieder von Joseph Stefano, der auch schon
das Drehbuch (nach dem Buch von Robert Bloch) für den ersten „PSYCHO“
geschrieben hat. Man hätte etwas mehr Mysterium um „PSYCHO“ lassen
sollen, jede kleine Handlung von Norman zu erklären, läßt
den „Zauber“ verblassen.
Originaltitel: Psycho 4 – The Beginning Regie: Mick Garris Darsteller: Anthony Perkins, CCH Pounder, Olivia Hussey, Herny Thomas, Thomas Schuster, Donna Mitchell USA 1991 (Haiko Herden) Das Thema der Fran Ambrose Show lautet Muttermord und da ist es natürlich klar, dass unser alter Freund Norman Bates in der Leitung ist. Vor den Hörern berichtet er von seiner Kindheit und von den Morden, zu den ihn seine Muter gezwungen. Außerdem, dass er plant seine Frau umzubringen, da diese schwanger ist und er Angst hat es könne ein neues Monster wie er entstehen... Na ja, wer die Psycho Reihe gesehen hat, weiß, dass sie mit jedem Film uninteressanter, unspannender und einfach nur schlechter geworden ist. Von daher kann man sich denken, was dieser Film an Spannung enthält. Nämlich gar nichts bis auf die letzten Minuten, das ist aber auch alles. Es zieht sich alles endlos in die Länge und es wird vor allem nichts neues erzählt. 97% des Filmes spielen sich in Norman Bates´s Wohnzimmer und dem Radiostudio ab, zwischendurch auch einige Rückblicke in Normans Kindheit und der Schluss. Also, nicht wirklich viel Handlung. Es ist jedoch interessant zu sehen, dass sich Normans Mutter im Bett bewegt, obwohl sie ja bekanntlich tot ist... Anthony Perkins spielt zwar auf der einen Seite schon recht gut, kann aber das alte Psycho Mysterium nicht verkörpern (ist auch eigentlich nach dem ersten Teil nicht mehr möglich). Irgendwie hat der Film aber (zumindest für mich) einen gewissen Reiz. Zusammenfassend kann man sagen, er ist sauber, aber total überflüssig, jedoch nicht so wie der dritte Teil, der nun echt die Hölle ist ...dieser vierte Teil bekommt eine 6-7( von 1-10).Originaltitel: Psycho 4 – The Beginning Regie: Mick Garris Darsteller: Anthony Perkins, CCH Pounder, Olivia Hussey, Herny Thomas, Thomas Schuster, Donna Mitchell USA 1991 (Clemens Toyka) Die Geschichte von „PSYCHO“ (oder „Püscho“, wie ein alter, des Englischem nicht mächtigter Arbeitskollege zu sagen pflegte) ist sicherlich hinlänglich bekannt. Marion Crane ist auf der Flucht, weil sie Geld gestohlen hat und kommt in einem abgelegenen Motel unter. Der Motelleiter Norman Bates ist ein netter, aber auch unheimlicher Geselle und schon bald stellt sich heraus, dass er eine gestörte Persönlichkeit ist. Er bringt Marion in der Verkleidung seiner eigenen „Mutter“ unter der Dusche um und als später ein Privatdetektiv mit Marion´s Schwester kommt, um Nachforschungen zu tätigen, geht es auch ihnen bald nicht mehr gut. Die Geschichte ist von Alfred Hitchcock verfilmt worden und er hat Norman Bates an den real existierenden Massenmörder Ed Gein angelehnt. Das er mit „PSYCHO“ das ganze Genre umkrempelte und ohne jeden Zweifel damit ein absolutes Meisterwerk schuf, dürfte wohl niemand ernsthaft bestreiten. Wieso also macht sich ein Mann namens Gus van Sant, der bislang zweifelsfrei gute Filme gedreht hat, daran, dieses Meisterwerk Szene für Szene zu kopieren. Was macht das für einen Sinn? Natürlich hat niemand erwartet, dass der Film auch nur annähernd die Wirkung hat, wie Hitchcock´s Klassiker und es kommt, wie man es erwartet hat. Nette Unterhaltung mit netten Darstellern, aber warum das alles? Da hätte ich mir doch lieber noch einmal das Original angeschaut und es wäre perfekt gewesen. Das ist eine Sache, die ich wohl niemals begreifen werde. Fehlt nur noch, dass jemand „2001 – ODYSSEE IM WELTRAUM“ neu dreht, oder „STIRB LANGSAM“ mit anderen Darstellern, oder „SHINING“ (upps, dass gab´s ja schon tatsächlich). Ich muss aber auch etwas positives dagegenhalten. Ich hatte gerade nicht zum Bildschirm geschaut, als der Polizist getötet wurde und durch diese typische Musik habe ich mich derart erschreckt, dass ich fortan mit gemischten Gefühlen weitergeguckt habe, immer ein Auge auf die Fenster um mich herum, die durch die dunkle Nacht vollkommen schwarz sind und in Erwartung, einen fiesen Mörder dahinter zu sehen. Die deutsche DVD von Columbia Tristar präsentiert den Film in Englisch (Dolby Digital 5.1) und Deutsch (Dolby Surround) sowie im Bildformat 16:9 Widescreen, 1.85:1. Untertitel sind in Englisch, Deutsch, Polnisch, Tschechisch, Hebräisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch und Holländisch verfügbar. Als Bonusmaterial gibt es ein Making of Psycho, Kommentare von Regisseur Gus van Sant und den Schauspielern, einen Psycho Bildschirmschoner, Produktionsnsotizen, Biografien der Schauspieler und des Regisseurs sowie den U.S.-Kinotrailer.
Originaltitel: Psycho Regie: Gus van Sant Darsteller: Anne Heche, William H. Macy, Julianne Moore, Viggo Mortensen USA 1998 (Haiko Herden) PSYCHO (1998)Also,
die Story von „PSYCHO“ ist ja nun allseits bekannt. Die junge
Marion Craine unterschlägt Geld und macht sich aus dem Staub. Sie übernachtet
in „Bates Motel“, wo sie den symphatischen Wirt Norman Bates kennen lernt.
Dieser findet Gefallen an ihr, aber seine Mutter mag das gar nicht... Also, vom psychologischen Standpunkt aus gesehen, ist der Film wirklich interessant. Dieses Remake ist auch als eigener Film so recht gut gelungen; Die Schauspielerbesetzung ist recht gut, Spannung ist auch vorhanden, der Film ist eben 1:1 von dem alten Klassiker von Alfred Hitchcock übernommen. Wenn man den alten Film jedoch gesehen hat, ist der Neue ziemlich überflüssig, da das Mysterium von diesem „PSYCHO“ nicht das gleiche ist, wie das des Alten. Auch sind die Schauspieler natürlich nicht so gut, wie z. B. Anthony Perkins, der in allen vier „PSYCHO“-Filmen den Norman Bates gespielt hat. Zusammenfassend kann man sagen, dass die neue Fassung ein richtig guter Thriller ist, spannend, gut besetzt, gut inszeniert und allem, was dazu gehört. Vergleicht man jedoch diesen Film mit dem alten, ist er natürlich schlechter; Man kann den alten Schwarz- Weiß- Hitchcock- Stil eben nicht modernisieren, aber wenn man den alten Film nicht gesehen hat, lohnt es sich auf jeden Fall ihn anzusehen. Da ich jedoch beide Filme gesehen habe, kann ich diesem leider nur eine schwache 7 geben. Originaltitel: Psycho Regie: Gus Van Sant Darsteller: Vince Vaughn, Anne Heche, Julianne Moore, William H. Macy, Viggo Mortensen USA 1998 (Clemens Toyka) ZURÜCK ZUM FILMLEXIKON |