| HAIKO´S FILMLEXIKON
Endlich mal wieder ein Zombiefilm, mag man sagen. Tatsächlich laufen hier jede Menge blaugesichtiger Zombies umher, die äußerlich und in ihrer wandelnden Art absolut an die Zombies von George A. Romero erinnern. Dazu gibt es dann Musik von der real existierenden Coolomaten-Band Guitar Wolf, die eine Art Garagen-Rock´n Roll machen und manchmal frappierend nach den Ramones klingen, manchmal aber mehr nach den skandinavischen Garagenbands wie The Burnouts oder The Cartels. Und dazu wird dann noch eine schrille Story gemixt, experimentelle Kameraarbeit, neonartige Farben und heraus kommt eine moderne Zombiekomödie, wie sie nur aus Japan kommen kann, wo man noch Mut hat, Risiken einzugehen und dementsprechend bereit ist, originelle Filme zu drehen.
Originaltitel: Wild Zero Regie: Tetsuro Takeuchi Darsteller: Guitar Wolf, Drum Wolf, Bass Wolf, Masachi Endo, Makoto Inamiya, Masao Sato Japan 2000 (Haiko Herden)
So etwas herrlich Schräges wie das Werk von Tetsuro Takeuchi ist mir schon lange nicht mehr in den DVD-Player gekommen, denn "Wild Zero" in Worte zu fassen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit - man muss den Film einfach gesehen haben! Trotzdem, hier zumindest mal der Versuch eines Resumées: der Streifen kommt ungefähr so rüber als hätte sich George A. Romero mit den Ramones zu einer gemeinsamen Filmsession getroffen, und anschließend die geistigen Ergüsse bestehend aus Einflüssen wie Tarantino, den Science-Fiction-Klassiker der 50er Jahre, einer Love Story, reichlich groteskem Humor, etwas Splatter und viel lauter Musik in einen Topf geworfen und zu diesem Werk verrüht. Allerdings ist "Wild Zero" der lebende Beweis dafür, dass zuviele Köche nicht immer den Brei verderben müssen, denn der Film ist gnadenlos unterhaltsam und macht vor allem einen Höllenspaß!! Bestimmt nicht nur für mich einer der ersten richtigen Kultfilme des neuen Jahrtausends..! Originaltitel: Wild Zero Regie: Tetsuro Takeuchi Darsteller: Guitar Wolf, Drum Wolf, Bass Wolf, Masachi Endo, Makoto Inamiya, Masao Sato Japan 2000 (DJ Inferno) |