// KODIERUNG DEFINIEREN Schreckenshaus Des Dr. Death, Das

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Das Schreckenshaus Des Dr. Death

(England, USA 1974)

Originaltitel: Madhouse
Alternativtitel: Dämon, Der
Regie:
Jim Clark
Darsteller/Sprecher: Vincent Price, Peter Cushing, Robert Quarry, Adrienne Corri, Linda Hayden, Natasha Pyne,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Der Schauspieler Paul Toombes ist in seiner Rolle als „Dr. Death“ ein großer Filmstar. Als seine Verlobte ermordet wird, wird er zunächst verdächtigt, aber freigesprochen. Trotzdem endet seine Filmkarriere, da er freiwillig in ein psychiatrisches Krankenhaus geht, aus dem er Jahre später als geheilt entlassen wird. Eigentlich hat er mit seiner alten Rolle abgeschlossen, doch sein alter Freund der Drehbuchautor Herbert Flay ihn bittet, für eine englische Fernsehserie noch einmal den „Dr. Death“ zu spielen, stimmt er zu. Die Dreharbeiten verlaufen schleppend und bald kommt es zu grausamen Morden am Set und im Umfeld von Paul Toombes. Sind für Toombes die Realität und die Rolle verwachsen, so dass er jetzt auch im wahren Leben mordet oder steckt etwas ganz anderes dahinter..?

Anfang der 70er Jahre hatte sich das Genre des Horrorfilms stark verändert. Der gotische Horror der Hammer Studios, der frühen Mario Bava-Filme und der Poe-Verfilmungen von Roger Corman hatte Platz gemacht für modernen Horror mit gesellschaftlichen Themen wie „Rosemary´s Baby“ oder „Der Exorzist“. Zudem hatte Hershell Gordon Lewis den Gore-Film erfunden. Die Studios versuchten, ihre alten Themen in unsere Zeit zu übertragen und mit Blut und etwas Sex anzureichern („Dracula Jagt Mini-Mädchen“ zum Beispiel aus dem Hause Hammer Films). Aber spätestens seit „Night Of The Living Dead“ von Romero wollte das Publikum den als altmodisch angesehenen und nur wenig variierten Horror der 50 er und 60er Jahre nicht mehr sehen.

Einen der letzten Versuche, das Genre zu modernisieren machte das Hammer Films-Konkurrenzstudio Amicus in Kooperation mit AIP und engagierte dafür zwei absolute Ikonen des Horror-Films: Vincent Price und Peter Cushing. Auch rundherum besetzte man beliebte Genre-Stars wie Robert Quarry, Linda Hayden und Adrienne Corri. Außerdem ist Ian Thompson, bis heute gut in Film und Fernsehen beschäftigt, in einer frühen Rolle zu sehen. Allesamt neigen ein wenig zur Theatralik, aber vor allem die Altstars noch einmal in typischen Rollen zu erleben, macht schon Spaß. Durch als Film im Film vorgeführte Szenen der alten Corman-„Poe“-Filme bekommt man sogar noch kurz die Horror Legenden Boris Karloff und Basil Rathbone zu sehen.

Die Genre-Fachliteratur weiß zu berichten, dass das Drehbuch und die Dreharbeiten selbst wohl ziemlich chaotisch waren und so ist letztendlich ein etwas durchwachsener Film entstanden, der mit einem besseren Drehbuch vielleicht zu einem richtigen Horror-Klassiker hätte werden können.

Im Grunde hat man wohl versucht, zu viel in die knapp 90 Minuten zu packen. Neben den klassischen, in die Gegenwart versetzten, Gothic-Horror-Elementen, versuchte man den Lebensstil der frühen 70er Jahre einzubauen, dazu ein bisschen was von den „Dr. Phibes“-Filmen, etwas „Phantom Der Oper“ und ein paar Elemente des italienischen Giallo (maskierter Mörder, schwarze Handschuhe, kreative Morde), der damals seine Glanzzeit hatte und dann noch normale Krimi-Momente. Dieses Wirrwarr aus Altbekanntem und krampfhaft Neuem nahmen die Zuschauer nicht an, so dass dem Film der ganz große Erfolg versagt blieb. Grund dafür dürfte trotz recht brutaler Morde doch eine gewisse Blutleere sein, die 1974 schon längst nicht mehr nötig war. Auch ein wenig mehr nackte Haut statt nur einiger anzüglicher Sprüche hätte dem Ganzen gut getan.

Zu den großen Genre-Klassikern kann man „Das Schreckenshaus Des Dr. Death“ nicht zählen, ein unterhaltsamer Horrorfilm der alten Schule – der eben ein paar Jahre zu spät kam – ist es aber doch, auch wenn im Mittelteil hier und da ein paar Längen aufkommen. Price und Cushing, die sich beide ganz offensichtlich bewusst waren, wodurch sie zu Stars geworden waren, sind jedenfalls immer einen Blick wert.

Die deutsche DVD erscheint in der „Klassiker“-Reihe von KSM und war wohl Teil eines größeren Pakets an Filmen, das eingekauft wurde. Wäre schön, wenn da nach und nach noch ein paar solcher Perlen kommen.
Die Bildqualität ist – man bedenke das Alter von über 35 Jahren – ganz ordentlich, aber natürlich keine Referenz. Der deutsche Ton ist auch okay, dazu gibt es den englischen Originalton und deutschsprachige Untertitel. Das Bonusmaterial (auf der Promo-DVD nicht enthalten und somit nicht gesichtet) bietet den Trailer, eine Bildergalerie und ein paar Texttafeln, absolute Minimalausstattung also, dafür gibt es die DVD sehr preiswert, so dass Liebhaber klassischen Horrors gerne zugreifen können. (A.P.)



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- Schreckenshaus Des Dr. Death, Das (England, USA 1974)

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