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Jagdszenen aus Niederbayern

(Deutschland 1969)

Originaltitel: Jagdszenen aus Niederbayern
Alternativtitel:
Regie:
Peter Fleischmann
Darsteller/Sprecher: Martin Sperr, Angela Winkler, Else Quecke, Maria Stadler, Michael Strixner, Hanna Schygulla,
Genre: - Drama


Abram war längere Zeit in Landshut und kehrt nun 1948 in seinen Heimatort Reinöd in Niederbayern zurück, ein extrem konservativer Ort. Bald schon machen Gerüchte die Runde: Angeblich saß er in Landshut eine zeitlang im Gefängnis, und, was noch schlimmer wiegt, er sei homosexuell. Das kann selbst Abrams Mutter nicht akzeptieren und schnell distanziert sie sich von ihm, weil sie um ihren Platz in der Gemeinde fürchtet. Als Hannelore, die für Geld mit jedem ins Bett geht, erfährt, dass sie schwanger ist, behauptet sie, dass das Kind von Abram sei. Prompt steht der junge Mann auch noch als Vergewaltiger da. Als er erkennt, dass er in dem Dorf keine Zukunft mehr hat, will er seine Heimat für immer verlassen, doch da eine der Dorffrauen ihn bei der Polizei angezeigt hat, hindert man ihn am Wegfahren. Panisch flüchtet Abram in den Wald und ein aufgebrachter Mob macht sich auf den Suche nach dem Mann, der ihre Dorfehre beschmutzt hat...

Ein Film, der unter dem Label „Kino Kontrovers“ auf DVD erschienen ist und dieses Prädikat mit Recht trägt. Ursprünglich handelt es sich um ein Theaterstück von Martin Sperr aus dem Jahr 1965, das einige Zeit später von Peter Fleischmann („Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein“, „Die Hamburger Krankheit“) verfilmt wurde. Unter anderem mit Martin Sperr selbst als Hauptdarsteller, aber auch bekannten Gesichtern wie Hanna Schygulla. Das Werk war damals im Jahr 1969 ein echter Skandal, denn das Ganze spielt in einem tatsächlichen Dorf in Niederbayern und die Bewohner spielen in mehr oder weniger großen Rollen als Laiendarsteller mit. Man möchte es ja nicht so laut sagen, aber man hat mitunter den Eindruck, dass die Inzest hier schon länger ihr grausames Spiel getrieben hat, zumindest sehen viele der Einwohner entsprechend aus. Dass die Einwohner als reaktionär, verroht, intolerant und nicht zuletzt stur und dumm dargestellt wurden, hat viele Leute besonders dort im Landstrich verärgert (auch wenn immer klargestellt wurde, dass die Geschichte so oder ähnlich an jedem anderen Ort hätte passieren können). Doch der tatsächliche Skandal spielte sich außerhalb der Kinos ab und ist im Bonusmaterial der DVD schön dargestellt anhand einiger Leserbriefe aus der „Landshuter Zeitung“, in der aufgebrachte Leute, die teilweise den Film noch nicht einmal gesehen hatten, nicht nur zum Boykott selbigen aufriefen, sondern zu Gewalt gegenüber den Filmemachern und den Kinos, die das Werk ausstrahlten. Dass sie damit von der Einstellung her genau den im Film dargestellten Menschen entsprachen, ist die bittere Ironie an der ganzen Sache. Viele haben den Film und was er letztendlich darstellen und anprangern wollte, offenbar überhaupt nicht kapiert. „JAGDSZENEN AUS NIEDERBAYERN“ ist ein höchst gelungenes Abbild der Zeit nach dem Krieg, zu einer Zeit, in der Homosexualität noch per Gesetz verboten war, und der Film kann in seinen Grundaussagen auch heute noch bestehen. Von der technischen Seite sicherlich keine Glanzleistung des Regisseurs, doch sowohl in seiner filmischen sowie inhaltlichen Rohheit ein Werk, das dem Zuschauer noch lange im Kopf rumspukt. Danke übrigens an die Kino-Kontrovers-Edition, die dem Film deutsche Untertitel spendiert hat, denn sonst hätte man bei dem schweren Dialekt kaum etwas verstanden. (Haiko Herden)



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- Es ist nicht leicht ein Gott zu sein (BRD / UdSSR / Schweiz 1990)
- Jagdszenen aus Niederbayern (Deutschland 1969)
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(Deutschland 1969)