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I, Frankenstein

(Australien, Großbritannien, USA, Ungarn 2014)

Originaltitel: I, Frankenstein
Alternativtitel:
Regie:
Stuart Beattie
Darsteller/Sprecher: Yvonne Strahovski, Jai Courtney, Aaron Eckhart, Bill Nighy, Kevin Grevioux, Miranda Otto, Caitlin Stasey, Aden Young,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Vorwarnung:
1.) Nicht aus der Hölle, sondern aus der Schmiede der Schöpfer der "Underworld"-Saga wurde dieser Film ausgespuckt.
2.) Habe ich noch nie einen Film gesehen (Filmmusik mal außer Acht gelassen), der mich so uninspiriert in die Realität wieder entliess.

"I, Frankenstein" beginnt, womit andere Filme aufhören, mit einer Beerdigung. Nachdem Dr. Victor Frankenstein sein Monster Adam (ja, so wird Frankensteins Monster im Film genannt) aus dutzenden Teilen von 8 Leichen und der Energie von 6 Zitteraalen a 500 Volt erschuf und Adam daraufhin Frankensteins Frau ermordete, flieht Adam und wird bis in die entlegensten und kältesten nördlichen Gegenden verfolgt. Tragisch nur, dass Dr. Victor Frankenstein bei seiner Jagd auf Adam erfriert. Adam, gütig wie ein Geschöpf aus Leichen und ohne Seele sein kann, setzt den Leichnam von Dr. Frankenstein bei, entwendet vorher aber die Aufzeichnungen von Dr. Frankenstein, in denen detailiert die Belebung von Adam aufgeschrieben ist.

Hier setzt der Film ein, doch leider ohne große Story. Adam gerät in einen Krieg zwischen dem Clan der Gargoyles (gegründet von Erzengel Michael) und den Dämonen. In diesem Krieg geht es rein zufällig um das Schicksal der Menschheit. Dies muss auch immer wieder im Film erwähnt werden, da man sonst nicht drauf kommen könnte. In dem gesamten Film sterben ganze 2!!!! Menschen, beachtlich für einen Krieg um die Menschheit. Das Ganze wird statt mit einer tiefgreifenden Story mit beeindruckenden Bildern und monumentaler Musik gebettet. Das tiefgreifendste an "I, Frankenstein" ist noch die Szene, in welcher der Dämonenprinz (Bill Nighy) in die Hölle hinabfährt. Und auch sonst wirft der Film Fragen auf, dessen Antworten er schuldig bleibt.
Wenn Adam aus Leichenteilen besteht, wieso verwest er nicht? Und wieso kann Adam schwitzen, er ist doch quasi eine lebende Leiche? Und ist Adam dann vielleicht sogar einer der berühmtesten Zombies?

Auch an Humor hat "I, Frankenstein" einiges zu bieten (außer der harnebüchenden Story). So reicht es beispielsweise zur Vernichtung von Dämonen aus, wenn man Waffen durch das Symbol des Gargoyles-Clan (erinnert an das Symbol der Band "Tokio Hotel") signiert und somit heiligt. Allgemein sorgt die ganze eingebaute "Himmel und Hölle"-Thematik für einige Lacher. Ob dies beabsichtigt ist, wage ich zu bezweifeln.

Wer jedenfalls eine literaturgetreue Verfilmung von Mary Shelleys "Frankenstein" erwartet, kann nur enttäuscht werden. Bei "I, Frankenstein" heißt es: "Kopf abschalten und Popcorn nicht vergessen". Diese Verfilmung ist so frei nach Mary Shelleys "Frankenstein", dass sie auch gut ohne Frankensteins Monster funktionieren und dennoch das gleiche Popcornkino mit viel Action bieten würde. Immerhin sorgt Frankensteins Monster Adam (Aaron Eckhart) für den nötigen Sexappeal, nicht jedes Leichenersatzteillager hat einen Waschbrettbauch zu bieten.

(Writen by Mr. Reason)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


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