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Death Game - Das Spiel mit dem Tod

(USA 1987)

Originaltitel: Deathrow Gameshow
Alternativtitel:
Regie:
Mark Pirro
Darsteller/Sprecher: John McCafferty, Robyn Blythe, Beano, Darwyn Carson, Mark Lasky, Bill Whitehead, Kent Butler, Debra Lamb, Paul Farbman,
Genre: - Komödie - Science Fiction/Fantasy


Die Gameshow „Leb oder stirb“ ist der Quotenrenner im Fernsehen. Hier spielen zum Tode Verurteilte um ihr Leben und der schleimige Moderator Chuck Toedan führt durch die Sendung, in der die Verlierer direkt vor dem tosenden Publikum hingerichtet werden. Die Show ist gleichermaßen geliebt, wie auch gehasst und eine Moralistin macht Chuck das Leben besonders schwer. Als sie sich irgendwie näher kommen, verfällt auch sie seinen unwiderstehlichen Charme, versucht aber trotzdem weiterhin, ihn von der Sendung abzubringen. Eines Tages steht ein Mafiaboss auf der Matte und er ist ziemlich sauer, weil man seinen Bruder in der „Deathrow Gameshow“ hingerichtet hat. Als durch einen blöden Zufall auch noch seine Mutter auf der Bühne dran glauben muss, sieht er rot…

Das ist wirklich ein sehr seltsamer Film. Er ist grauenhaft. Aber so grauenhaft, dass man ihn gebannt bis zum Schluss anschaut. Die Story entbehrt natürlich jeglichem Kommentar und die Machart ist sehr billig, zudem sind die Schauspieler alles andere als Oscar-Kandidaten und suhlen sich im Overacting. Und ei 80´s-Musik ist noch viel furchterregender. Dafür aber gibt es viel zu lachen und ich denke, darauf kommt es an. Viele provokative Gags, die mitunter in ihrer Schwarzhumorigkeit sehr britisch wirken, lassen Erinnerungen an die Monty Python-Truppe aufkommen, ohne aber freilich die Qualität dieser Meister zu erreichen. Von der Machart würde ich „DEATH GAME – DAS SPIEL MIT DEM TOD“ ein bisschen vergleichen mit „HERRSCHER DER STRASSE“, ebenfalls sehr billig, ebenfalls sehr klamaukig und ebenfalls geprägt von böser Satire.

Die deutsche DVD von Marketing-Film präsentiert den Film in Deutsch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0) und Englisch (Dolby Digital 2.0) sowie im Bildformat 1:1.85. Als Extras gibt es den Trailer mit Originalton und „instrumental“ (0:33 Min. und 0:39 Min.), eine Slideshow mit Bildern aus dem Film (0:59 Min.), die Albtraum-Sequenz in Deutsch und Englisch, die auch schon im Film zu sehen war (je 2:47 Min.), Filmographien von John McCafferty, Robyn Blythe, Darwan Carson und Mark Pirro, eine Artwork-Galerie (0:49 Min.) und den alten deutschen Vorspann (5:45 Min.).

Das amerikanische Fernsehpublikum wird durch eine TV-Show, in der zum Tode Verurteilte um ihr Leben spielen können (und am Ende doch immer verlieren und live hingerichtet werden), gespalten. Ein Teil liebt diese kranke Unterhaltung, der andere Teil lehnt die perverse Show total ab und protestiert dagegen. Auf jeden Fall ist der Moderator Chuck Toedan ein absoluter Megastar, der von seinen Fans vergöttert wird und sich um die ständig eintreffenden Morddrohungen schon gar nicht mehr kümmert.

Nachdem er in seiner Show einen Mafiaboss hingerichtet hat, setzt dessen Familie den Killer Luigi Pappalardo auf Toedan an. Der bringt seine senile Mutter mit ins Studio und durch einen Zufall gerät sie in die Todesshow und wird in die Luft gesprengt. Das macht Pappalardo ziemlich ärgerlich...

Welchem Genre soll man diesen Film zuordnen? Auf dem Cover steht „Mediensatire“, doch dafür finde ich ihn nicht bissig genug. Eine reine Komödie ist es auch nicht, ebenso weder Science Fiction, noch Action, aber doch von allem ein bisschen.

Ehrlich gesagt, habe ich mich bei „Death Game“ ziemlich gelangweilt und so ist es gut, dass der Film nur knappe 80 Minuten läuft. Um als echte Satire durchzugehen ist der Film zu albern und oberflächlich und ihn als einen „der provokantesten Filme aller Zeiten“ zu bezeichnen, wie es uns der Covertext weismachen will, ist nun wirklich völlig überzogen. Ich glaube, ich habe nicht einmal gelacht, fühlte mich aber als absoluter Gegner der Todesstrafe auch in keinster Weise berührt, was soll der Film also? Vielleicht ist es einfach nicht meine Art von Humor, ähnlich wie ja auch der sonst überall hoch gelobte „Herrscher der Strasse“.

Die Grundidee ist nicht übel, aber eben leider schlecht und uninteressant umgesetzt. Mit einer besseren Story und vielleicht etwas besseren Schauspielern hätte man da sicherlich was draus machen können. So bleibt es aber ein Film auf unterem Troma-Niveau. Den Film in einem Atemzug mit „Running Man“ zu nennen (der seinerseits kein Meisterwerk ist), ist jedenfalls zu viel der Ehre.

Die deutsche DVD ist von Marketing-Film und präsentiert den Film in einwandfreier Bild- und Tonqualität im Original-Widescreen-Format und wahlweise in Deutsche oder Englisch. Als Bonus gibt es zwei gleiche Trailer, einmal mit drüber gesprochenem englischem Text und einmal ohne. Weiterhin eine Bildergalerie mit wenigen (6), dafür aber großformatigen Szenendias, ein paar Filmographien und den alternativen deutschen Videovorspann aus den 80er Jahren, der sich um höchstens 2-3 Sekunden von dem hier verwendeten unterscheidet (bei über 5 Minuten Laufzeit!): es wird der „deutsche“ Titel „Death Game“ statt des Originaltitels „Deathrow Gameshow“ gezeigt, in anderer Schriftart. Vielleicht hätte man davon lieber einen Screenshot machen sollen und das in die „Artwork Galerie“ packen können, aber dann wären aus den auf dem Cover versprochenen „ca. 20 Minuten Zusatzmaterial“ nur noch 15 Minuten geworden. Das als Bonusmaterial zu bezeichnen finde ich frech! Ebenso, in der so genannten „Artwork Galerie“ (4 Bilder) die Aufkleber der alten deutschen Videocassette zu zeigen. Alle, die das wirklich ernsthaft interessiert, sollen mir mal eine Mail mit Begründung schreiben! Unerklärlich ist mir auch, warum eine etwa dreiminütige Traumsequenz aus dem Film noch zweimal (in Deutsch und Englisch) unverändert beim Bonusmaterial gezeigt wird. Ohne das hätten wir nicht mal mehr 10 Minuten Bonusmaterial, aber wäre das wirklich schlimm? Wirklich sinnvoll sind also lediglich der Originaltrailer mit Text und die Bildergalerie, alles andere ist Füllmaterial. (A.P.)



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