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Robot Overlords

(England 2014)

Originaltitel: Robot Overlords
Alternativtitel:
Regie:
Jon Wright
Darsteller/Sprecher: Gillian Anderson, Ben Kingsley, Callan McAuliffe, Tamer Hassan, Ella Hunt, James Tarpey, Milo Parker,
Genre: - Action/Abenteuer - Science Fiction/Fantasy


Drei Jahre nachdem ein außerirdisches Robotervolk die Erde angegriffen und besiegt hat, dürfen die Menschen ihre Häuser nicht verlassen, was mittels am Hals eingepflanzter Überwachungschips kontrolliert wird. Mit Hilfe von Kollaborateuren wie dem ehemaligen Lehrer Smythe eignen sich die Roboter das Wissen der Menschheit an. Kate lebt mit ihrem Sohn Sean und den Waisenkindern Alexandra, Nathan und Connor zusammen. Als die Jugendlichen eines Tages zufällig ihre Kontrollchips abschalten können, streifen sie zunächst ziellos durch die menschenleere Stadt, bis Sean auf die Idee kommt, seinen angeblich toten Vater zu suchen, der als Pilot gegen die Roboter gekämpft hat. Sean glaubt, dass er noch lebt und macht sich mit seinen Freunden auf die Suche, immer verfolgt von Robotern und Smythe. Als der Junge zudem noch überraschende Fähigkeiten entwickelt, gerät die Gruppe in große Gefahr…

„Robot Overlords“ ist der neue Film des englischen Regisseurs Jon Wright, der mit „Grabbers“ 2012 einen kleinen, schrägen Kultfilm geschaffen hat und schon vorher mit „Tormented“ einen zumindest ordentlichen Slasher. Bei „Robot Overlords“ stand ihm zwar immer noch kein ganz großes Budget zur Verfügung, aber doch so viel, dass er einen richtig guten Film schaffen konnte, mit soliden Effekten und bekannten Stars in den Hauptrollen. Sein Ziel war es, einen großen Abenteuerfilm im Stile von Steven Spielberg in den 80ern zu machen, in dem eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen fantastische Dinge erlebt. Die Reihe solcher Jugendfilme ist lang, von „E.T.“ über „Die Goonies“ und „Stand By Me“ bis „Super 8“ und „Earth To Echo“ in unserer Zeit. Natürlich wird das Ganze ordentlich mit weiteren angesagten Zutaten angereichert von „Transformers“ über „Terminator“ bis zu den „Borg“-Folgen aus „Star Trek – The Next Generation“ und einer Prise dystopischer Science Fiction wie „1984“ und „Schöne Neue Welt“.

Im Grunde reiht sich „Roboit Overlords“ in die angesagte Welle von Young Adult-Serien wie „Die Tribute Von Panem“, „Maze Runner“ oder „Divergent“ ein, nur, dass es sich hier um ein Original-Drehbuch handelt und nicht um eine verfilmte Buchreihe. Das Ende lässt aber bei entsprechendem Erfolg trotzdem alle Möglichkeiten für eine Fortsetzung offen – was mich freuen würde.

Denn obwohl natürlich alle Zutaten von „Robot Overlords“ nicht neu sind, so sind sie doch absolut unterhaltsam neu zusammen gesetzt worden und erreichen das Ziel, einen guten Abenteuer-Science Fiction-Film vor allem für Jugendliche abzuliefern.

Die Besetzung ist gut ausgewählt. Die Figuren sind sympathisch, wobei ausgerechnet die Hauptfigur „Sean“ am blassesten bleibt und Callan McAuliffe die leicht religiös angelegte messianische Wirkung nicht ganz rüberbringt. Die drei anderen Jugendlichen haben alle ihre starken Momente und Ella Hunt als „Alexandra“ ist dazu auch noch ausgesprochen hübsch anzusehen. Sie wird man garantiert in Zukunft öfter in größeren Filmen sehen. Die Stars des Films sind Gillian Anderson, die hier natürlich ganz anders rüberkommt, als in ihrer bekanntesten Rolle in „Akte X“, und Oscar-Preisträger Ben Kingsley, der es schafft, den Bösewicht vielschichtig darzustellen.

Die weitgehend aus dem Computer stammenden visuellen Effekte sind unterschiedlich gut gelungen. Die Szenen mit den Robotern sehen stark aus und fügen sich gut in die Szenerie ein. Teilweise weniger überzeugend sind die CGI-Effekte der Raumschiffe, wobei vor allem die Triebwerke der Würfel-Raumschiffe eher nach Computerspiel aussehen. Das stört aber nur am Rande, da es hier um die Story und die Figuren geht.

Gewalt und Tote gibt es, allerdings immer unblutig, so dass dies und auch die gelegentlich etwas düstere Atmosphäre für eine Freigabe „ab 12“ unproblematisch ist.

Das alles zusammen macht „Robot Overlords“ zu einem richtig guten Jugend-Abenteuer-Science Fiction-Film, der auch Erwachsenen Spaß macht. „Die Goonies“ trifft auf „Transformers“ trifft auf „Die Tribute von Panem“ ist wohl eine weitgehend passende Umschreibung und nach dem grandiosen „Super 8“ ist „Robot Overlords“ ein weiterer Hit für Leute, die sich gerne an ihre Lieblingsfilme der 80er zurückerinnern.

Die deutsche Blu Ray erscheint bei Koch Media und liefert eine sehr schön scharfe Bildqualität ab. Deutscher und englischer Ton sind einwandfrei und deutsche Untertitel gibt es noch obendrauf. Als Bonus gibt es ein typisches Interview-Making Of, eine Dokumentation über die visuellen Effekte und mehrere Trailer zum Film. (A.P.)




Alles von Jon Wright in dieser Datenbank:

- Robot Overlords (England 2014)
- Grabbers (Großbritannien, Irland 2012)
- Tormented (England 2009)

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