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Gigant Des Grauens

(USA 1958)

Originaltitel: War Of The Colossal Beast
Alternativtitel:
Regie:
Bert I. Gordon
Darsteller/Sprecher: Sally Fraser, Dean Parkin, Roger Pace, Russ Bender, Charles Stewart, George Becwar, Robert hernandez, Rico Alaniz,
Genre: - Science Fiction/Fantasy - Horror/Splatter/Mystery


Colonel Manning wurde bei einem Bombentest radioaktiv verstrahlt und wuchs daraufhin ins unermessliche, konnte aber durch einen Sturz von einem Staudamm scheinbar besiegt werden, doch seine Überreste wurden nie gefunden. Als in Mexiko immer wieder Lebensmittel-Transporter spurlos verschwinden und riesige menschliche Fußspuren gefunden werden, glaubt Mannings Schwester Joyce, dass ihr Bruder noch lebt. Sie macht sich mit dem Army-Offizier Baird nach Mexiko auf, um den Giganten zu finden und zu helfen, doch andere sehen ihn als Gefahr an und wollen ihn lieber töten. Tatsächlich kann der Rise gefunden und gefangen genommen werden, doch als er nach Los Angeles transportiert wird, beginnt die Gefahr erst, denn Manning hat durch eine Kopfverletzung sein Gedächtnis verloren und ist wahnsinnig geworden...

Die Filmindustrie in den 50er Jahren war wunderbar, denn damals war irgendwie noch alles möglich, vor allem im Science Fiction- und Horror-Genre. Die noch relativ neu entdeckte Radioaktivität und die noch kaum entwickelte Vorstellung vom Weltraum in der Vor-Raumfahrt-Ära, ließen im Grunde jede Fantasie zu, ohne zu der Zeit allzu unglaubwürdig zu wirken. Die Menschen, Filmemacher, wie Publikum, gingen noch mit einer gehörigen Portion Naivität an diese Themen heran, was aus heutiger Zeit natürlich oftmals „niedlich“ und amüsant wirkt. Damals konnte man das Publikum mit radioaktiven Mutationen aller Art aber noch ziemlich erschrecken. Schön, dass Anolis Entertainment mit seinen „Galerie des Grauens“-Reihen einige dieser liebenswerten Filmperlen in angemessener Form zugänglich macht.

Überwiegend handelt es sich natürlich nicht um Filme, die ein Massenpublikum ansprechen und so ist die Entscheidung des Labels, die Filme als Reihe rauszubringen, um die Sammler anzulocken - und somit vorher kalkulierbare Verkäufe einplanen zu können - nachvollziehbar und sinnvoll. Zwar kosten solche Special Interest-Veröffentlichungen gerne mal ein paar Euro mehr, als der neueste Hollywood-Blockbuster in Millionenauflage bei Saturn, sind aber mit Liebe von Filmfans aufbereitet, was allemal interessanter ist, als die üblichen Promo-Featurettes im Bonusmaterial moderner Comicverfilmungen.

„Gigant Des Grauens“ ist die Fortsetzung des leidlich erfolgreichen „Der Koloss“ aus dem Jahr 1957. Was einmal funktioniert, würde sicher auch beim zweiten Versuch klappen, dachte man sich bei American International Pictures und ließ Regisseur Bert I. Gordon die Fortsetzung seines eigenen original drehen.

Auf Plausibilität hat Gordon dabei wenig Wert gelegt, denn diese Art von Filmen, meist als Doppelprogramm im Kino gezeigt, diente ausschließlich der Unterhaltung - und wenn möglich, dazu, die Zuschauer zu erschrecken. Vermutlich haben die Jugendlichen in den Kinos die Filme schon damals nicht ganz ernst genommen, Spaß hatten sie aber mit Sicherheit.

Dabei ist „Gigant Des Grauens“ bei weitem nicht nur albern und trashig. Natürlich ist die Story hanebüchen, wird aber von den Darstellern - von der Regie geleitet - mit großem Ernst vorgetragen. Bewussten Humor gibt es kaum, im Grunde nur eine eher satirische Szene, in dem verschiedene Behörden die Verantwortung für den riesenhaften Mann ablehnen und an andere Stellen abschieben wollen. Aus heutiger Sicht unfreiwilligen Humor gibt es dafür aber jede Menge, so zum besipiel zwei Wissenschaftler, die dem Giganten eine Spritze geben wollen, die größer ist, als sie selbst. Sehr schön ist auch eine Mutter, die sich mehr Sorgen macht, dass ihre Tochter wegen des zu Hause vergessenen Mantels frieren könnte, als dass ihr Schulbus gerade von einem 20 Meter großen Monster bedroht wird. Auch eine Szene, in der zahlreiche Soldaten den Gefangenen mit Seilen fesseln wollen, ist urkomisch. Ansonsten verhalten sich die Figuren überraschenderweise aber weitgehend nachvollziehbar, auch, wenn die Verwunderung über den mutierten Mann verhältnismäßig gering ist.

Ein Film über einen Riesen steht und fällt natürlich mit den Spezialeffekten, genauer gesagt damit, ob dieser überzeugend dargestellt wurde. Nun ist „Gigant Des Grauens“ sicher kein besonders hochbudgetierter Film gewesen. Dafür sind die Effekte dann aber doch recht gelungen. Für die damalige Zeit sowieso, aber auch heute sehen die meisten Szenen noch ganz okay aus - natürlich mit etwas nostalgischem Blick. Überwiegend wird mit Rückprojektion gearbeitet, aber auch mit der Perspektive und Kameraeinstellungen und hin und wieder auch mit Miniaturmodellen. Dazu sieht auch die Maske für das teilweise skelettierte Gesicht ordentlich aus.

Handwerklich ist der Film grundsolide, die Darsteller, nicht die Stars des Genres, aber aus TV und einigen B-Filmen hier und da bekannte Gesichter, liefern ebenfalls ordentliche Leistungen ab. Als kleines Goodie, gibt es im Finale eine kurze Szene, die in Farbe gedreht wurde, was in den Kinos damals bestimmt für Begeisterungsstürme unter den Kids gesorgt haben dürfte.

Was den Film von reinem Trash abhebt, ist die Tatsache, dass der Mutant im Grunde eine tragische Figur ist, ähnlich wie Frankensteins Kreatur. In weiten Strecken ähnelt die Story auch „King Kong“ (die Suche nach einem Monster, von dem erstmal nur Spuren gefunden werden, die Gefangennamhme, der Ausbruch, der Amoklauf und die hübsche blonde Frau, die Einfluss auf das „Monster“ hat). Wenn man will, kann man sogar ein paar Anklänge an „Godzilla“ finden.

Das alles macht „Gigant Des Grauens“ natürlich nicht zu einem Meisterwerk, aber doch zu einem typischen, wie kurzweiligen Spät 50er-Science Fiction-Film, der mit so viel Liebe aufbereitet wurde, wie es wohl nur kleine Labels können, die von Filmfans geführt werden statt von Buchhaltern.

Die deutsche Veröffentlichung kommt von Anolis Entertainment und ist Teil der „Rückkehr der Galerie des Grauens“-Reihe. Insgesamt gibt es 5 Fassungen des Films auf 2 DVDs zu bewundern. Zum einen die Originalfassung, dann die deutsche Kinofassung, eine Widescreenfassung und zwei frühe Heimkinofassungen (Super 8 und Normal 8), wobei die kürzesten den knapp 70minütigen Film auf gut 3 Minuten komprimiert...was sogar funktioniert.

Die Bildqualität der Origianlfassung ist, betrachtet man das Alter des Film von über 50 Jahren, ziemlich gut. Sicher wurde da ein bisschen mit Filtern und anderen modernen technischen Möglichkeiten gearbeitet, was den einen oder anderen Pedanten im Internet zu bösen Kommentaren veranlasst hat, aber es hält sich absolut im Rahmen. Der deutsche und englische Monoton wurde auf die beiden Frontspeaker gelegt und gibt auch keinen Anlass zum jammern. Deutsche Untertiel lassen sich zuschalten.

Beim Bonusmaterial gib es neben den bereits genannten alternativen Filmfassungen noch zwei Trailer und einen wie immer recht interessanten Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen. Dazu noch ein verstecktes Feature über die Restaurierung des Films, mehrere Bildergalerien und Texttafeln über das filmische Werk von Bert I. Gordon. (A.P.)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


Alles von Bert I. Gordon in dieser Datenbank:

- In der Gewalt der Riesenameisen (USA 1976)
- Rache der schwarzen Spinne, Die (USA 1958)
- Gigant Des Grauens (USA 1958)
- Koloss, Der (USA 1957)

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