1932 im Mississippi-Delta. Zwei identische Zwillingsbrüder, ehemalige Soldaten des Ersten Weltkriegs, kehren nach sieben Jahren in ihre Heimatstadt Clarksdale zurück: Elijah "Smoke" Moore und Elias "Stack" Moore sind ihre Namen. Sie haben Geld von Gangstern mitgebracht, kaufen eine Sägefabrik und eröffnen einen Juke-Joint für die afroamerikanische Community. Ihr jüngerer Cousin Sammie, Sänger und Gitarrist, schließt sich ihnen an, obwohl sein Vater, ein Pastor, die Sünde der Blues-Musik rügt. Bald jedoch treffen sie auf übernatürliche Mächte: Eine finstere Präsenz bedroht ihre Pläne, alte Schuld und Magie (Hoodoo) sowie soziale Spannungen im Jim-Crow-Süden treten zutage. Der Abend der Eröffnung wird zum Wendepunkt...
"BLOOD & SINNERS" ist nicht nur Horror im typischen Stil, sondern eine ziemlich raffinierte Mischung aus Genre, Musik, Sozialgeschichte und Grusel. Regisseur Coogler, der uns schon mit "BLACK PANTHER" und "CREED" gezeigt hat, dass er Ungewöhnliches schaffen kann, wagt sich hier an eine merkwürdige Horror-Musical-Mischung. Das Budget lag bei geschätzten 90-100 Mio. US-Dollar, also schon ziemlich ordentlich. Die Stil-Kombination "Southern Gothic trifft auf Vampir-Horror trifft auf Blues-Musik" erinnert stellenweise an "FROM DUSK TILL DAWN wegen der Genre-Wendung. Die Darsteller leisten gute Arbeit. Michael B. Jordan übernimmt gleich zwei Rollen – die Zwillinge Smoke und Stack. Unterstützt wird er von einem soliden Ensemble und einer wunderbaren Kameraarbeit. Leider etwas zu lang. (Haiko Herden)
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