Irgendwo in einer abgelegenen, kargen Wüstenregion der USA verschwinden immer wieder Menschen unter mysteriösen Umständen. Eine kleine Gruppe aus Militärs, Söldnern und Zivilisten gerät in ein Gebiet, das scheinbar von etwas Unsichtbarem kontrolliert wird. Im Zentrum steht eine ehemalige Soldatin, die gemeinsam mit einem undurchsichtigen Einsatzteam in die Badlands geschickt wird, um die Vorfälle zu untersuchen. Doch je tiefer sie in das Gebiet vordringen, desto klarer wird, dass sie nicht jagen, sondern gejagt werden. Der bzw. ein Predator ist zurück...
Sechster Film einer Reihe, die ursprünglich mal mit "PREDATOR" als Dschungelnummer begonnen hat und seither immer nochmal wieder schöne Ideen mitgebracht hat. Wenn man mal vom Crossover mit den Aliens absieht. Dan Trachtenberg hat schon mit "PREY" gezeigt hat, dass er das Franchise nicht einfach nur verwalten will, sondern tatsächlich Lust hat, etwas damit anzustellen. Weniger Ballerei, mehr Atmosphäre. Wobei "weniger" hier relativ ist. Es wird schon noch ordentlich dezimiert, aber eben mit etwas mehr Bedacht. Was sofort auffällt, ist das Setting. Statt Dschungel oder Stadt gibt es hier eine staubige, fast schon postapokalyptisch wirkende Landschaft. Weit, leer, und irgendwie so still, dass man ständig das Gefühl hat, gleich passiert etwas Unangenehmes. Und meistens passiert dann auch etwas Unangenehmes. Der Predator selbst bekommt hier wieder etwas mehr Präsenz, ohne dass man ihm gleich jede Szene hinterherträgt. Er ist weniger das reine Monster und mehr ein taktischer Jäger, der seine Umgebung nutzt. Das erinnert angenehm an den ersten Film. "BADLANDS" wirkt deutlich fokussiert. Er hat nicht den Anspruch, alles neu zu erfinden, aber er weiß ziemlich genau, was er sein will. Und das ist schon mehr, als man von so manchem Franchise-Beitrag behaupten kann. Es ist kein revolutionärer Meilenstein, aber ein ziemlich gut gemachter, überraschend stimmiger Beitrag zu einer Reihe, die sich längst hätte totlaufen können. (Haiko Herden)
|