GENRES
DIE 25 NEUESTEN KRITIKEN
| - | Stromberg - Wieder alles wie immer (Deutschland 2025) | | - | Das Kanu des Manitu (Deutschland 2025) | | - | Der Brutalist (Großbritannien, USA, Ungarn 2024) | | - | Kuffs - Ein Kerl zum Schießen (USA 1992) | | - | The Damned (Großbritannien, Irland, Island, USA 2024) | | - | Belfast (Großbritannien 2021) | | - | McQuade - Der Wolf (USA 1983) | | - | Warriors of Future (Hongkong 2022) | | - | The Walking Dead - The One Who Live - Staffel 1 (USA 2024) | | - | Bernadette will töten (Schweiz, Österreich 2024) | | - | Predator - Badlands (USA 2025) | | - | Benedetta (Belgien, Frankreich, Niederlande 2021) | | - | Vendetta (USA 2015) | | - | Star Wars - Geschichten der Unterwelt - Staffel 1 (USA 2025) | | - | Die Hand an der Wiege (USA 2025) | | - | In the Blink of an Eye (USA 2026) | | - | War Machine (Australien, Großbritannien, Neuseeland, USA 2026) | | - | The Toxic Avenger (USA 2023) | | - | High Hoops - Staffel 1 (Großbritannien 2025) | | - | Peaky Blinders - The Immortal Man (Großbritannien 2025) | | - | Gunpowder Milkshake (Deutschland, Frankreich, USA 2021) | | - | The Office - Staffel 1 (USA 2005) | | - | Legends of the Condor Heroes - Die Legende der Adlerkrieger (China 2025) | | - | Lehrer kann jeder! (Deutschland 2022) |
|
Kafka(USA 1992)Originaltitel: Kafka Alternativtitel: Regie: Steven Sonderbergh Darsteller/Sprecher: Jeremy Irons, Theresa Russell, Alec Guiness, Genre: - Drama
|
Ca. 1919. Der Hobbyschriftsteller Kafka arbeitet tagsüber in einer großen Versicherungsgesellschaft. Nachdem ein paar seiner Arbeitskollegen ins Schloß (Synonym wohl für die Gewalt der Herrschenden) bestellt werden und kurz darauf tot aufgefunden [Kafka] werden, stellt Kafka Nachforschungen an. Er dringt in das Schloß ein und entdeckt schreckliche Dinge, der Arzt Dr. Murnau sägt seinen Patienten die Hirnschale auf um ihre gesellschaftlichen Defekte auszumerzen. Dabei wird er entdeckt und die Verfolgung beginnt...
Dieser Film ist ja so schwer einzuschätzen. Die Atmosphäre ist ein Mischmasch aus 1984, Metropolis, Brazil und alten Hitchcock-Filmen, teilweise schwarzweiß, teilweise farbig, die Schauspieler agieren sehr gekünstelt und theatralisch, was sich sehr positiv auf o.g. Atmosphäre auswirkt. Was dieser Film mit dem echten Kafka-Schriftsteller zu tun hat, vermag ich nicht zu sagen, da ich bisher nix vom ihm gelesen habe, aber es ist mit Sicherheit nicht nur eine zufällige Namensgleichheit. Laut Lexikon schrieb Kafka über die existentielle Schuld und Angst des Menschen, das drückt der Film auch aus. Auf jeden Fall hat das Ganze mich dazu bewogen, demnächst mal ein Buch von Kafka zu lesen. Als guter Schauspieler hat man den schön markanten Jeremy Irons ausgewählt, bekannt aus "Die Unzertrennlichen" und "Verhängnis". Den Regisseur Steven Soderbergh (Sex, Lügen und Video) muß man sich auch dringend merken. Auf alle Fälle ein hochinteressanter Film und ein echter Geheimtip!!!
In seinem zweiten Film verbindet Steven Soderbergh biographische Elemente der Biographie des Schriftstellers Franz Kafka mit denen seiner surrealen Geschichten zu einem schweißtreibenden, aber undurchsichtigen Psycho-Thriller. Kafka(Jeremy Irons) arbeitet im Prag des Jahres 1919 für eine Versicherungsgesellschaft. Er hat sich mit seinem Vater zerstritten und hat ein sehr gespanntes Verhältnis zu Frauen. Er haßt seine eintönige Arbeit, auch wenn er sie zu der vollsten Zufriedenheit des Inhabers(Alec Guinness) erledigt. Er versucht sich als Schriftsteller und liebt das Theater. Sein einziger richtiger Freund ist sein Kollege Eduard(Vladimir Gut). Als dieser tot aus dem Fluß gezogen wird, zweifelt Kafka an der Selbstmordtheorie des sadistischen Inspektor Grubach(Armin Müller-Stahl). Er wendet sich an die Geliebte seines Freundes, Gabriela Rossmann(Theresa Russell). Die ist Mitglied einer Organisation die das "Schloß" bekämpft, eine von der Regierung unterstützte Gemeinschaft aus Politikern und Ärzten. Als auch Gabriela verschwindet, macht sich Kafka auf den Weg ins Schloß und erlebt dort den Schrecken seines Lebens. Denn dort werden Experimente zur Erschaffung des perfekten Menschen durchgeführt. Der Beginn eines Albtraums.
Soderbergh schafft es zwar eine bedrohliche Atmosphäre zu entwickeln, aber er schafft es nicht "Kafka" durchgehend verständlich zu erzählen. Der größte Teil des Films ist in schwarzweiß gedreht, womit das düstere Prag unterstrichen wird. Wenn Kafka das Schloß betritt setzten grelle Farben ein und wenn er es wieder verläßt wird es wieder dunkel. Diesen Effekt muß man als einfallsreich und unkonventionel loben. Jedoch wirkt der Film am Ende symbolüberfracht, man kann ihn bis ins Unendliche interpretieren, er legt sich in keinster Weise fest und verwehrt damit dem Zuschauer den Zugang. Das Problem scheint auch Jeremy Irons zu haben, der, was aber dem Film eigentlich zugute kommt, ziemlich orientierungslos durch die Handlung streift. (Sebastian Schmidt)
| Alles von Steven Sonderbergh in dieser Datenbank:
- Erin Brockovich (USA 2000) - Kafka (USA 1992) | |
|
|