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Die Stadt der verlorenen Kinder

(Frankreich / Spanien / BRD 1995)

Originaltitel: La Cite Des Enfants Perdus
Alternativtitel:
Regie:
Jean-Pierre Jeunet
Darsteller/Sprecher: Ron Perlman, Daniel Emilfork, Dominique Pinon,
Genre: - Drama - Science Fiction/Fantasy


In einer Hafenstadt werden am laufenden Band Kinder entführt von blinden Zyklopen, die durch eine borg-artige Konstruktion vor den Augen sehen können. Die Kinder werden zu dem wahnsinnigen, aber genialen Doktor Krank gebracht. Krank lebt dort mit einer kleinwüchsigen Frau, seinen sechs geklonten Brüdern und einem Gehirn in einem Aquarium. Krank kann leider nicht träumen und altert deshalb sehr schnell. Aus diesem Grunde braucht er die Kinder, um deren Träume zu klauen. Eines Tages wird der Stiefbruder vom geistig etwas zurückgebliebenen, aber lieben Muskelmanns One entführt. One macht sich auf die Suche nach seinem Stiefbruder Denree und trifft dabei auf die neunjährige Miette. Durch eine Flaschenpost des Gehirnes werden sie auf eine alte Ölbohrplattform aufmerksam...

Die Story ist jetzt hier so einfach dahergesagt, in Wirklich ist sie in keinem Fall so gradlinig, sondern hat hunderte von Schnörkeln, Sprüngen, Querverweisen und Episoden, dass man manchmal kaum nachkommt. Doch gerade diese vielen kleinen Geschichten machen den Film so interessant. Er glänzt nur so vor lauter absurden Einfällen, die einem beim ersten Mal gucken oftmals gar nicht so ins Auge springen. Alles ist einfach irgendwie bizarr und künstlich, eine Vielzahl von fantastischen Kameraeinstellungen und Perspektiven (z.B. die eines Flohs) runden das Ganze auf. Ein optisches Meisterwerk. Seit zwanzig Jahren arbeiten die zwei Regisseure Jean-Pierre Jeunet (der späte Hits haben sollte mit "ALIEN 4" und "DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE" und Marc Caro nun schon zusammen, sie begannen mit Kurzfilmen, Werbefilmen und noch einigem mehr. Seit "Delicatessen" sind sie international bekannt geworden und haben sich nun endlich ihrem Traumprojekt "Die Stadt der verlorenen Kinder" gewidmet, dessen Drehbuch bereits seit 1982 in ihren Schubladen lag. Das der Film bei den Kritikern unten durch fiel, war natürlich klar, denn das ist kein Film für den Mob, sondern man muß schon irgendwie im Inneren ein Kind geblieben sein und man muß sich von surrealen Dingen begeistern lassen können. Wenn man irgendeinen Film als perfekten Film deklarieren muß, dann gibt es wirklich nur eine einzige Antwort und die lautet: Die Stadt der verlorenen Kinder. Ein farbenfrohes (na ja, sehr grünes) Märchen für Erwachsene.

Die deutsche DVD von Concorde präsentiert den Film in Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0) und Französisch (Dolby Digital 5.1) sowie im Bildformat 1:1.85 (16:9 anamorph). Untertitel sind in Deutsch verfügbar. Als Extras gibt es ein Making Of (26:04 Min.), Bio- und Filmographien zu Ron Perlman, Dominique Pinon, Marc Caro, Jean-Pierre Jeunet, Jean Rabasse und Darius Khondji sowie Trailer zu "12 MONKEYS", "FARGO" und "DAS PHANTOM DER OPER" (Haiko Herden)



Alles von Jean-Pierre Jeunet in dieser Datenbank:

- BigBug (Frankreich 2022)
- Alien 4 - Die Wiedergeburt (USA 1997)
- Stadt der verlorenen Kinder, Die (Frankreich / Spanien / BRD 1995)
- Delicatessen (Frankreich 1990)

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