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In den Krallen des Hexenjägers

(Enland 1970)

Originaltitel: Satan´s Skin
Alternativtitel: In Den Krallen Des Satans
Regie:
Piers Haggard
Darsteller/Sprecher: Patrick Wymark, Linda Hayden, Barry Andrews, Avice Landone, Simon Williams, Tamara Ustinov,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Kritik 1:

England im 18. Jahrhundert…als der junge Bauer Ralph Gower bei der Feldarbeit die Überreste eines merkwürdigen Tiermenschen findet, beginnen in seinem Dorf merkwürdige Ereignisse. Die Jugendlichen des Dorfes geraten unter den sektenartigen Einfluss des Mädchens Angel Blake, die satanistische Rituale mit ihnen durchführt. Als Tote zu beklagen sind, beginnt der Richter aus der nächsten größeren Stadt, der nicht an das Übersinnliche glaubt, sich mit dem Fall zu beschäftigen. Treibt hier tatsächlich ein Dämon sein Unwesen…oder gar Satan selbst?

Nachdem „Der Hexenjäger“ von Michael Reeves 1968 ein riesiger Erfolg war, sprangen gleich zahlreiche Filmemacher in ganz Europa auf den neuen Hype auf und drehten ebenfalls Filme über die Hexenverfolgung. Meistens waren das exploitative Werke, die vor allem Grausamkeiten und Folterungen von Frauen „zur Unterhaltung“ boten und mit dem wirklichen Hexenwahn des Mittelalters nichts zu tun hatten. Einige wenige Werke boten mehr, wie beispielweise „In Den Krallen Des Hexenjägers“, der allerdings nur in Deutschland etwas mit „Hexen“ zu tun hatte. Stattdessen gibt es hier eigentlichen einen Satanisten-/Besessenheitsfilm zu sehen, der aber zu den besten Werken dieser Subgenres gezählt werden darf.

Durch den Erfolg der Hammer- und Amicus-Studios mit gotischem Horror in den 60er Jahren sprang auch das kleine Tigon Films-Studio auf den Zug auf und produzierte eine Reihe billiger, aber oft sehenswerter Horrorfilme. „In den Krallen Des Hexenjägers“ sieht nach weitaus mehr aus, als er vermutlich gekostet hat, hier wurde das Budget gut angelegt und das bestmögliche herausgeholt. Tolle Kulissen und Kostüme, gute Darsteller, gute Kameraarbeit, solides Handwerk bei der Regie und dazu ein interessantes Drehbuch. So muss man sich nicht vor den Hammer Films Produktionen der Zeit verstecken, die zudem Anfang der 70er Jahre bereits begannen, sich auch moderneren Strömungen im Horrorfilm zu öffnen. So wurden die Filme blutiger und boten vermehrt „nackte Tatsachen“. Tigon Films trieb diese Entwicklung gerne noch ein bisschen weiter und obwohl der Film hier weitgehend ernsthaft daher kommt, finden sich durchaus auch einige exploitative Elemente, also „unnötige“ Nacktszenen und blutige Details. Aus heutiger Sicht natürlich alles recht harmlos.

Punkten kann „In Den Krallen Des Hexenjägers“ neben der guten Ausstattung vor allem mit einer sehr schönen Atmosphäre, die das schwere Leben der Bauern in der damaligen Zeit gut wieder gibt. Die Figuren verhalten sich zudem glaubhaft und wie es sich für das 18. Jahrhundert gehört, gibt es zwar noch eine Menge Aberglauben, im wesentlichen sind die Menschen aber doch schon aufgeklärt und der Glaube an übernatürliche Dinge befindet sich auf dem Rückzug. Gerade das ist es aber, was die Story ausmacht, denn entgegen der anderen Hexenfilme, gibt es hier tatsächlich eine übernatürliche Bedrohung, die lange nicht greifbar ist und sich erst am Ende Bahn bricht.

Bis dahin bleibt unklar, ob hier nur eine charismatische Person sektenartige Macht über andere erlangt oder eben wirklich ein Dämon sein Unwesen treibt. Die Gruppe von Kindern/Jugendlichen wirkt wie eine Mischung aus „Das Dorf Der Verdammten“ und „Kinder Des Zorns“ mit einer Spur von „The Wicker Man“. Getragen wird das alles von der wunderbaren Linda Hayden, die die dämonische Angel Blake hervorragend spielt. Ihre Mischung aus Unschuld und Bedrohung bringt sie oft mit kleinen Gesten oder fast nicht wahrnehmbarem Minenspiel rüber. Dass sie ganz abgesehen davon auch noch bildhübsch ist – und das in einer sehr offenherzigen Nacktszene auch nachhaltig präsentieren darf – braucht man kaum zu erwähnen. Im gleichen Jahr spielte sie auch in Hammers „Wie Schmeckt Das Blut Von Dracula“. Leider hat sie keine große Karriere gemacht und spielte ab Mitte der 70er Jahre fast nur noch in TV-Serien. Als glaubwürdiger Richter und „Hexenjäger“ überzeugt Patrick Wymark, der leider noch 1970 im Alter von 50 Jahren verstarb, so dass dies hier seine wohl letzte Rolle war. Die gesamten 60er Jahre hindurch war er gut beschäftigt, unter anderem in „Der Hexenjäger“ und „Luftschlacht Um England“. Darüber hinaus traten weniger bekannte, aber solide Darsteller auf. Regisseur Piers Haggard hat bis in die 2000er Jahre hinein sehr unterschiedliche Sachen für Kino und TV gedreht, bis hin zu einer Rosamunde Pilcher-Verfilmung. Am bekanntesten unter Genrefans ist vermutlich „Die Schwarze Mamba“.

„In Den Krallen Des Hexenjägers“ ist ein kleiner, aber sehr sehenswerter Horrorfilm, der Liebhabern von Gothic-Horror ebenso am Herzen liegen sollte, wie denjenigen, die europäische Horrorfilme der 70er mögen.

In Deutschland ist „In Den Krallen Des Hexenjägers“ – auch bekannt als „In Den Krallen Des Satans“ – im Jahre 2004 bei Koch Media auf DVD erschienen. Die Bildqualität an sich ist recht gut, allerdings ist die Abtastung nicht anamorph erfolgt, so dass der Film im 4:3 Format mit fetten schwarzen Balken vorliegt. In Zeiten, in denen sich längst Breitbildfernseher durchgesetzt haben, ist das natürlich überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Der Mono 2.0-Ton in Deutsch und Englisch ist ordentlich, reißt aber keine Bäume aus. Deutsche Untertitel gibt es leider nicht, was besonders bei den Audiokommentaren im Bonusmaterial ärgerlich ist. Weiterhin gibt es dort eine schöne Bildergalerie mit Aushangsfotos und den englischen Trailer zu sehen. Schließlich kann man im Booklet noch ein paar interessante – leider sehr kurze – Anmerkungen von Uwe Huber lesen. Insgesamt also eine solide Veröffentlichung, aber der Film schreit geradezu nach einer HD-Neuabtastung und einer liebevoll zusammengestellten Special Edition, gerne hier auch mal in einem schönen Mediabook. Wenn schon jeder drittklassige Mist in dieser Form herauskommt, hätte eine Perle wie „In Den Krallen Des Hexenjägers“ das allemal verdient. (A.P.)



Kritik 2:

Das 17. Jahrhundert, wir befinden uns in England. Bauer Ralph findet beim Pflügen auf seinem Feld einen merkwürdigen Schädel, an dem sich Fell befindet. Als er den Richter des Dorfes holt, um ihn den vermeintlich freigelegten Dämonen zu zeigen, ist der Schädel verschwunden. Bald darauf geschehen seltsame Dinge, denn mehrere Kinder verschwinden spurlos, tauchen bald darauf aber wieder auf, allerdings geistig vollkommen verändert, meist total wahnsinnig. Im nahegelegenen Wald hat sich eine Sekte niedergelassen unter der Führung der mysteriösen Angel. Diese hat das Ziel, den Teufel auf die Erde zu holen. Der Richter wird zum Hexenjäger und geht mit aller Härte vor...

Der Film ist im Sog der damals sehr populären Hexenjäger-Verfilmungen entstanden und trägt deshalb im deutschen Titel diesem Trend Rechnung, doch de facto ist hier weder eine Hexe, noch ein Hexenjäger zu sehen. „IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS“ ist ein Film, der in erster Linie durch seine gelungene Optik auffällt. Die Bilder wirken auf der einen Seite sehr erdig, aber auf der anderen auch irgendwie psychedelisch und meist auch sehr gruselig. Die gelungene Kameraführung, die immer wieder interessante Blickwinkel sucht und auch findet, tut ihr übriges dazu. Die Kamera wirkt sich wirklich nachhaltig auf den Erzählfluss auf und unterstützt die Stimmung, die der Film verbreiten will. Dieser ist, wie bereits erwähnt, nicht nur gruselig und „erdig“, sondern auch hippiemäßig psychedelisch, besonders bei einem Satansritual wird dies deutlich, das schon alleine für sich Wert ist, den Film zu gucken. Es ist wirklich schade, dass heutzutage niemand mehr in der Lage ist, einen Film mit einer solchen Atmosphäre zu drehen.

Die deutsche DVD von Koch Media präsentiert den Film in Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono) und Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono) sowie im Bildformat 1:1.66. Als Extras gibt es einen Audiokommentar vom Regisseur Piers Haggard, vom Drehbuchautoren Robert Wynne-Simmons und der Darstellerin Linda Hayden. Weiterhin gibt es den Originaltrailer (2:51 Min.) und eine Fotogalerie (1:44 Min.).

Die UHD von NSM aus 2022 kommt im Mediabook und präsentiert den Film in Deutsch und Englisch (DTS-HD MA 2.0) sowie im Bildformat 1.85:1 (2160p). Untertitel sind in Deutsch und Englisch verfügbar. Als Extras gibt es eine alternative deutsche Synchronisation, einen Audiokommentar von Daniel Peree & Marco Erdmann vom Wicked Vision Magazin, einen Audiokommentar von Mark Gattis, Jeremy Dyson & Reece Sherrsmith, einen Audiokommentar von Piers Haggard, Linda Hayden & Robert Wynne-Simmons sowie den Originaltrailer. Der Film ist auch auf Blu-ray im Mediabook enthalten. Die Blu-ray enthält noch zusätzlich folgende Extras: eine Bildergalerie, ein Interview mit Regisseur Piers Haggard (OmU), ein Interview mit Linda Hayden (OmU), ein Making of, Return to Bix, Folk Art, Folk Sounds, Folk Tale, Underneath Satan´s Skin und Discovering the Ruins. Zu guter Letzt gibt es noch ein 24-seitiges Booklet mit einem Text von Dr. Rolf Giesen und Uwe Huber. (Haiko Herden)




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(England, USA 1974)
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