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Monster

(USA / BRD 2003)

Originaltitel: Monster
Alternativtitel:
Regie:
Patty Jenkins
Darsteller/Sprecher: Charlize Theron, Christina Ricci, Bruce Dern, Scott Wilson, Lee Tergesen, Pruitt Taylor Vince, Annie Corley, Marco St. John, Bubba Baker,
Genre: - Drama


Aileen ist eine Prostituierte. Eines Tages trifft sie in einer Bar die junge Selby und die zwei starten eine heiße Affäre. Durch Selby bekommt Aileen, die schon ganz kurz vor einem Selbstmord stand, neuen Mut zum Leben und will ihren „Job“ aufgeben. Doch so einfach ist das nicht. Als ihr letzter Freier sie brutal vergewaltigen will, erschiesst sie ihn aus Notwehr und von da an beginnt eine Flucht vor der Polizei. Um mit Selby durchzubrennen und ein neues Leben zu beginnen, braucht Aileen Geld. Obwohl Selby immer wieder versucht, Aileen auf dem Boden zu halten, will diese ein neues Leben beginnen. Da sie in ihrer Kindheit mehrfach vergewaltigt wurde und so kein gutes Verhältnis zu Männern hat, erschiesst sie in letzter Zeit ihre Freier, wenn sie zu aufdringlich werden. Die Polizei hat keine Hinweise und Selby anfangs noch keine Ahnung, doch als das junge Mädchen die Wahrheit erkennt, zögert sie nicht lange…

„MONSTER“ war der große Oscar-Abräumer im Jahre 2004 und zwar hauptsächlich wegen Charlize Theron. Der Maskenbildner hat allen Respekt verdient, denn er hat die Frau derart häßlich gemacht, das es kaum zu glauben ist. Dabei wirkt ihr Gesicht absolut nicht wie eine Maske, sondern völlig natürlich und sie spielt auch noch sehr gut. Eine Frau, die in die Verzweiflung gestürzt wurde und nicht wieder herausfindet, auch wenn sie sich größte Mühe gibt. Selby wird durch Christina Ricci dargestellt, die ihre Sache auch sehr gut macht (wie eigentlich immer). Ein Paar auf der Flucht mit Träumen von einem schöneren Leben und vor allem auf der Suche nach der Liebe.

„MONSTER“ an sich beruht auf einer wahren Begebenheit, Aileen Wournos gab es wirklich und sie ist inzwischen hingerichtet worden. Allerdings hat sich das Drehbuch einige Freiheiten genommen, insbesondere bei der Rolle der Selby. Der Titel allerdings bezieht sich nicht darauf, dass Aileen ein Monster ist, sondern dass das Leben voller Monster steckt, gegen die man ankämpfen muss und die auch immer wieder zuschlagen. Aileen wird von Monstern verfolgt, auch Selby, die sich lange Zeit blind stellt, denn sie ahnt etwas von Aileens Treiben, gesteht es sich aber nicht ein. Eine Identifikationsfigur gibt es nicht. Aileen hat eine schlimme Kindheit gehabt und man kann einige Reaktionen verstehen, doch nicht die verachtende Härte, die sie manchmal wahllos Männern gegenüber ausübt. Wir beoachten, wie sie ihr Leben immer weiter selbst ruiniert. Sei es aufgrund äußerer Umstände, sei es aber auch aufgrund mangelnder Intelligenz und mangelnder Menschenkenntnis und nicht zuletzt durch ihren Wunsch nach einem bürgerlichen Leben, auch wenn sie ein bürgerliches Leben nie kennengelernt hat. „MONSTER“ bezieht keine Stellung. In aller Kälte wird hier die Geschichte gezeigt, hart, düster und verdammt unangenehm.

Die deutsche DVD-Deluxe-Edition von e.m.s. präsentiert den Film in Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0) und Englisch (Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0) sowie im Bildformat 1:1.85 (16:9 anamorph). Untertitel sind in Deutsch verfügbar. Die erste Disc enthält neben dem Hauptfilm noch ein Making Of (14:39 Min.) und den Originaltrailer (2:15 Min.). Auf der zweiten Disc gibt es die Pressekonferenz bei der Berlinale 2004, bei der auch Anke Engelke Fragen stellt (54:38 Min.), Interviews mit der Regisseurin Patty Jenkins (25:25 Min.), dem Produzenten Mark Damon (27:01 Min.) und Charlize Theron (3:43 Min.). Weiter geht’s mit einer Doku über die Entstehung des Soundtracks (15:52 Min.). Bildergalerien mit Szenenbildern (3.11 Min.), Behind The Scenes Fotos (1:41 Min.) und welche von der Berline 2004 (1:53 Min.), Biographien und Filmographien von Charlize Theron, Christina Ricci, Bruce Dern, Patty Jenkins und Mark Damon, Pressestimmen, der englische Originaltrailer (2:15 Min.) und der internationale Trailer (2:15 Min.). Die dritte Disc enthält noch einmal zwei fette Dokumentation zur „Original“-Aileen Wuornos über die Hintergründe, die polizeiliche Arbeit, die Jagd nach den Filmrechten und so weiter. Die erste Doku heißt „Aileen Wuornos – The Selling Of A Serial Killer“ (83:49 Min.) und die zweite „Aileen – Life And Death Of A Serial Killer“ (89:43 Min.). Dazu gibt es dann noch eine Bio- und Filmographie des Regisseurs Nick Broomfield. Die drei Discs sind in einem schönen Digipack verpackt und enthält zudem noch ein dickes Booklet mit Produktionsnotizen. (Haiko Herden)



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