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Kampfstern Galactica (2003)

(USA 2003)

Originaltitel: Battlestar Galactica
Alternativtitel:
Regie:
Michael Rymer
Darsteller/Sprecher: Edward James Olmos, Mary McDonnell, James Callis, Tricia Helfer, Jamie Bamber, Katee Sackhoff, Grace Park, Aaron Douglas, Paul Campbell, Kandyse McClure, Connor Widdows,
Genre: - Science Fiction/Fantasy


Einst schufen die Menschen die Zylonen, Roboter, die sich dann aber von ihren Schöpfern abgewendet und Krieg gegen sie geführt haben. Seit 40 Jahren aber ist bereits ein Waffenstillstand in Kraft und die Zylonen sind spurlos verschwunden. Nur einmal im Jahr trifft sich ein Abgesandter der Menschen mit einem Abgesandter der Zylonen an einem neutralen Ort und verlängert den Waffenstillstand. Dieses Mal allerdings verlängern die Zylonen nicht. Unterdessen fliegt der alte Commander Adama mit dem 50 Jahre alten Kampfstern Galactica seinen letzten Flug, sowohl der letzte Flug für ihn, als auch für das fast schon antike Raumschiff, das als Museum umfunktioniert werden soll. Dann kommt es zum Angriff der Zylonen auf die Menschen, der vernichtend vor sich geht. Fast die gesamte Menschheit geht dabei auf ihren verschiedenen Kolonieplaneten drauf. 50.000 können sich in den Weltraum retten auf Raumschiffe verschiedenster Qualitätsstufen. Nun ist Commander Adama gezwungen, die Angriffe abzuwehren und Hunderte kleiner Raumschiffe zu schützen, doch das ist unmöglich gegen die Übermacht der Roboterwesen…

Jahrelang hat man gehofft, dass „KAMPFSTERN GALACTICA“ endlich fortgesetzt werden würde und nun ist es soweit. Es ist zwar keine Fortsetzung, sondern ein Remake, was in diesem Falle aber okay ist, denn diese Miniserie mit 195 Minunten erzählt die Vorgeschichte, die früher aus der Serie nur vom Hörensagen bekannt war. Natürlich konnte man nicht an die alte Serie anschliessen, da man in der zweiten Staffel ja bereits die Erde gefunden hatte und das Niveau auch vollkommen in den Keller ging. Nehmen wir uns nun also diese Serie hier mal vor. Ich zähle mal die schlechten Sachen zuerst auf: Zum einen hätte man um gut 60 Minuten kürzen können, es sind dermaßen schlimme Längen zu beklagen, dass man versucht ist, den ganzen Film schlecht zu finden. Starbuck und Boomer sind plötzlich Frauen geworden, was auch nicht hätte sein müssen und es gibt zu viele Sexszenen, die ich aber dem Punkt „zu viele Längen“ abhaken könnte. Darüber hinaus hätte man weitaus mehr Weltraumschlachten einbauen können, denn diese finden ja nun einmal statt, werden aber zu selten gezeigt. An positiven Dingen würde ich sagen, dass die Weltraumaufnahmen gut gelungen sind. Natürlich computergeneriert, aber nicht so statisch, wie in manch anderen Produktionen, da wird gezommt und gewackelt, was den realistischen Eindruck verstärkt. Auch gefällt es mir sehr gut, dass die Galactica so unglaublich Retro aussieht. Die Kommunikatoren haben Kabel, die Anzeigen sind mechanisch und nicht digital und teilweise wird hier noch mit Projektilen geschossen und nicht mit Laser. Dazu gibt es eine latent düstere Atmosphäre und ein paar TV-untypische Brutalitäten, doch die Stimmung wird manchmal durch kleine, aber nicht allzu alberne Gags aufgelockert wird. Sicherlich gibt es auch ein paar Albernheiten, doch hat man versucht, diese dann relativ dezent zu halten. So ist der Vorabfilm, der gedreht wurde, um zu testen, ob eine Serie erfolgreich sein könnte und tatsächlich wurde eine erste Staffel bereits abgedreht. Insofern kann man das hier als Pilotfilm ansehen und kann die teilweise etwas zu überzogene Einführung der Charaktere verzeihen. In jedem Falle hat das Ganze Spaß und Appetit auf die Serie gemacht (auch wenn man an einigen Punkten noch feilen müsste). (Haiko Herden)




Alles von Michael Rymer in dieser Datenbank:

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