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Antichrist

(Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Polen, Schweden 2009)

Originaltitel: Antichrist
Alternativtitel:
Regie:
Lars von Trier
Darsteller/Sprecher: Charlotte Gainsbourg, Willem Dafoe,
Genre: - Drama - Thriller




Nachdem der kleine Sohn eines Ehepaares nächtens aus dem Fenster gestürzt ist, während die Eltern Sex hatten, müssen sie mit dem Tod ihres Jungen fertig werden. Der Mann ist Psychotherapeut und versucht seiner Frau zu helfen, obwohl er weiß, dass man das in seinem Beruf nie bei Familienmitgliedern tun soll. Sie fahren, um Abstand zu gewinnen, in eine einsame Waldhütte, doch die Situation spitzt sich zu und läuft auf eine Katastrophe hinaus…

DER „Skandalfilm“ beim Filmfestival in Cannes 2009 von Ausnahmefilmer Lars von Trier…

Von Trier gilt als Wunder-Regisseur, der gerne mit Konventionen bricht und Tabugrenzen überschreitet. Das tut er auch in „Antichrist“ und seine großartigen Darsteller Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe müssen großes Vertrauen zu ihm gehabt haben, um einige wirklich sehr extreme Szenen, sei es voller Gewalt, sei es expliziter Sex, für ihn abzuliefern. Zudem tragen die beiden den kompletten Film, wie in einem Kammerspiel, auch, wenn die Schauplätze der Handlung wechseln.

Ich möchte „Antichrist“ wirklich gut finden und letztendlich ist es auch ein aufregender Film geworden, aber Kunst um der Kunst willen und Provokation um der Provokation willen können auch zu bemüht wirken. Tatsächlich hat „Antichrist“ einige Längen, ja, sogar langweilige Szenen und hätte locker 20 Minuten kürzer sein können. Trotz einiger recht heftiger Sexszenen, die aber nie erotisch sind, und auch etwas brutaler Gewalt bleibt der Film immer ein Drama, in dem vor allem viel geredet und eine extrem symbolhafte Bildsprache genutzt wird. Dabei sind viele wirklich aufregende und einige verstörende Bilder entstanden, aber es wirkt eben auch oft so, als wenn der Regisseur vor allem „anders“ sein wollte. Schon mit dem Filmtitel, der inhaltlich natürlich nur im übertragenen Sinne nachvollziehbar ist, ist eine gewollte Provokation verbunden. Was dann aus meiner Sicht der Hauptkritikpunkt ist. Von Trier wollte mit Sicherheit keinen Film drehen, der ein kommerzieller Erfolg wird (was er durch die umfangreiche Promotion und vor allem die DVD- und Blu Ray-Veröffentlichungen sicher trotzdem ist), sondern einen, über den geredet wird und der auf Festivals möglicherweise Preise gewinnt. Nun, Charlotte Gainsbourg hat dann völlig verdient auch in Cannes als beste Darstellerin gewonnen.

Was neben der großartigen Bildsprache besonders begeistert, ist der Einsatz der Musik, die oft dissonant und fast unhörbar ist. Hier ist von Trier sicherlich durch Arbeiten von Derek Jarman oder auch David Lynch beeinflusst, auch, wenn er das sicher nicht zugeben würde.

„Antichrist“ ist für Fans von Triers und eben den beiden zuvor genannten Filmemachern oder entfernt auch David Cronenberg Pflichtprogramm und überzeugt vor allem durch grandiose Darsteller, ein Meisterwerk ist er aber bei weitem nicht.

Mir ist der Gedanke gekommen, was ein Dario Argento mit den finanziellen Mitteln, dem Drehbuch und den Darstellern Anfang der 80er Jahre aus dem Stoff gemacht hätte…eine aufregende Gedankenspielerei, oder?

Die deutsche Blu Ray ist bei MFA+/Ascot Elite erschienen und liefert natürlich einwandfreie Bild- und Tonqualität ab. Als Sprachen kann man zwischen Deutsch und Englisch wählen und deutschsprachige Untertitel hinzuschalten. Als Bonusmaterial gibt es einen Audiokommentar des Regisseurs, mehrere Interviews, den Trailer und einige Featurettes. Im Angebot gibt es die Blu Ray schon hin und wieder für unter 10 Euro, also kann man bedenkenlos zugreifen, wenn man auch mal schwerere Filmkost mag. (A.P.)



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