NLW: HAIKO´S FILMLEXIKON

DAS LETZTE UFER

Wir befinden uns in einer Zeit nach dem Atomkrieg. Die Erde hat sich selbst ausgelöscht, nur Australien ist verschont worden, doch auch dieses Land ist dem Untergang geweiht, denn die radioaktiven Wolken werden auch eines Tages bis hierher dringen. Aus Amerika hören sie Morsezeichen und ein U-Boot macht sich auf den Weg nach San Francisco, um herauszufinden, warum dort noch jemand überlebt hat und warum dort noch Strom ist, daß dieser Mensch ununterbrochen Morsezeichen senden kann, die aber gar keinen Sinn ergeben...

Nebenher gibt es natürlich noch eine Liebesgeschichte und etwas Dramatik. Was etwas schade ist, ist die Tatsache, daß eigentlich viel Tragik verschenkt wird zugunsten dieser Liebesgeschichte und zugunsten der Zur-Schau-Stellung amerikanscher Filmstars. Meistens merkt man den Figuren leider nicht an, daß ihnen der Tod im Nacken sitzt und man sollte ja eigentlich meinen, daß das Sozialsystem dadurch aus den Fugen geraten würde, doch anscheinend ist genau das Gegenteil der Fall. Im Film zumindest. Fazit: Der Film ist nicht dreckig genug! Doch zu seiner Verteidigung muß man zugestehen, daß einige Szenen dann doch ziemlich gelungen sind, wie z.B. als der Kapitän, der seine Familie für die Fahrt verläßt seiner Frau Tabletten in die Hand drückt, damit sie sich und ihr Kind rechtzeitig umbringen kann, bevor sie sich quälen müssen und von einer bizarren Tragik, als sich einer der U-Boot-Matrosen am Ufer von San Francisco mit dem Kapitän unterhält, von dem man nur das Guckrohr des U-Bootes sieht, das aus dem Wasser ragt.
 
Splatter SFX Humor  Action Anspruch Spannung  Erotik Musik+Sound Gesamt 
0 1 2 2 3 2 3 3
Originaltitel: On The Beach

Regie: Stanley Kramer

Darsteller: Gregory Peck, Ava Gardner, Fred Astaire, Anthony Perkins

USA 1959

(H.H.)



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