| HAIKO´S FILMLEXIKON ATEMPAUSE
Der Roman „Die Atempause“ ist bereits im Jahre 1962 erschienen, Autor ist Primo Levi, der vorher in seinem Buch „Ist das ein Mensch?“ über sein Leben in einem KZ beschrieben hat. „Die Atempause“ beschreibt sein Leben nach der Befreiung durch die Rote Armee. Filmisch hat Primo dabei natürlich das „Glück“, das furchtbare Geschehen im Konzentrationslager nicht zeigen zu müssen, was ja mitunter recht schwer ist. Trotzdem gibt es einige kurze Rückblenden, die aber oftmals ziemlich emotionslos bleiben. Sollten sie wohl auch sein. Primo´s Film geht irgendwie den Mittelweg zwischen Spielberg´s „SCHINDLER´S LISTE“ und Benigni´s „DAS LEBEN IST SCHÖN“. Der Pathos aus „SCHINDLER´S LISTE“ wurde weggelassen und die komödiantischen Dinge aus „DAS LEBEN IST SCHÖN“. Dadurch fehlt dem Film allerdings auch mitunter ein wenig die Richtung, ganz besonders, da es auch keine wirkliche Geschichte zu erzählen gibt, sondern eher viele kleine Episoden. Der rote Faden im Film ist das Wiederfinden des Lebens und dadurch hat der Film eine Menge mehr Anspruch als „SCHINDLER´S LISTE“ und „DAS LEBEN IST SCHÖN“, ohne diese beiden Filme in irgendeiner Weise zu kritisieren, jeder ist auf seine Weise gut, gelungen und wichtig. „ATEMPAUSE“ ist halt das Puzzlestück dazwischen.
Originaltitel: La Tregua Regie:: Francesco Rosi Darsteller: John Turturro, Rade Serbedzija, Massimo Ghini, Stefano Dionisi, Teco Celio, Roberto Citran, Claudio Bisio, Andy Luotto Italien / Frankreich / Deutschland / Schweiz 1996 (Haiko Herden) |