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Sharktopus(USA 2010)Originaltitel: Sharktopus Alternativtitel: Regie: Declan O´Brien Darsteller/Sprecher: Eric Roberts, Kerem Bursin, Sara Malakul Lane, Héctor Jiménez, Liv Boughn, Julian Gonzalez Esparza, Blake Lindsey, Peter Nelson, Genre: - Horror/Splatter/Mystery
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Kritik 1
Der Industrielle Nathan Sands hat für das Militär einen Hai-Octopus-Cyborg konstruiert, der leider außer Kontrolle gerät und auf seinem Weg nach Mexiko jede Menge Menschen umbringt. Sands Tochter Nicole und der Söldner Andy Flynn sollen das Tier unschädlich machen und möglichst unbeschädigt einfangen, was sich aber als ausgesprochen schwierig herausstellt…
„Mega Shark vs. Giant Octopus“, „Mega Piranha“, „Supergator“ und zahlreiche weitere Monsterfilme haben in den letzten Jahren die heimischen Bildschirme überflutet. Das hängt sicher ein bisschen mit dem Überraschungserfolg von „Piranha“ zusammen. Klar, dass Billigschmieden wie Asylum auf den Zug aufgesprungen sind und derartige Filme billigst auf den Markt geschmissen haben. Auch Altmeister Roger Corman wollte daran seinen Anteil haben und hat eben „Sharktopus“ produziert. Leider ist dabei kein Werk herausgekommen, dass die Asylum-Werke übertrifft, obwohl Corman eigentlich der Meister ist, wenn es gilt, aus wenig (finanziellen) Möglichkeiten viel zu machen. „Sharktopus“ reiht sich ohne Auffälligkeiten in die Reihe ähnlicher Machwerke ein. Allerdings will der Film auch nicht mehr sein, als ein kleiner Trash-Film für zwischendurch und unterhaltsam ist er allemal, sofern man solche Filme grundsätzlich mag und ein paar Bier zur Hand hat.
Die Story hält sich penibel an die Vorgaben des Genres, das einstmals mit „Der Weiße Hai“ begründet wurde. Die Zutaten für derartige Filme sind heutzutage ein möglichst irres Monster, Blut, Titten, sinnentleerte One-Liner der Hauptfiguren und möglichst viel Rumgeballer und Explosionen.
Sinnentleerte Dialoge und Schießereien gibt es ausreichend, Explosionen in Maßen auch. Titten sind nur verpackt in Bikinis zu sehen, da hätte es ruhig etwas freizügiger zugehen dürfen. Blut gibt es auch eine Menge zu sehen, allerdings meist nur in Form von rot gefärbtem Wasser, denn richtige Splattereffekte gibt es kaum, mal abgesehen von einem weggeschossenen Kopf und einer Beinwunde. Ansonsten passiert viel unter Wasser und mit verwackelter Kamera und schnellen Schnitten, so dass wenig zu sehen ist. Da es sich aber durchweg um CGI-Effekte handelt, ist das nicht mal schlimm, denn die sehen oft nicht besonders gut aus. Und natürlich ist der Sharktopus selbst auch voll computeranimiert. Das sieht manchmal ganz okay aus, überwiegend aber ausgesprochen unrealistisch und billig. Mal ganz abgesehen davon, dass die Größe des Monsters von Szene zu Szene variiert.
Optisch sieht der digital gedrehte Film vor allem bei den Strandszenen fast nach einem Urlaubsvideo aus, mich würde es nicht wundern, wenn die eine oder andere Szene in Form von Guerilla-Filmmaking entstanden ist und die Touristen am Strand gar nicht wissen, dass sie in dem Film zu sehen sind.
Dass die schaupielerischen Leistungen – selbst von Altstar Eric Roberts – eher mäßig sind, überrascht kaum, ist bei derartigen Filmen aber auch der Normalfall Und natürlich strotz der Film nur so vor Logiklöchern. So fragt man sich, warum bei stundenlangen Angriffen des Monsters, zahlreichen Toten und Schießereien keinerlei Polizei oder Armee auftaucht. Der Sharktopus schwimmt kurz unter der Wasseroberfläche und wird von einem Mann, der gezielt danach sucht aus drei Metern Entfernung nicht gesehen und das mehrere Meter große Monster schwimmt problemlos einen glasklaren Fluss hinauf, in dem man den Grund in weniger als 1 Meter Tiefe problemlos sieht. Aber gerade so ein Blödsinn macht derartige Filme ja so unterhaltsam, am besten indem man ihn mit mehreren Leuten guckt.
Aufgrund fehlender Splattereffekte und nackter Tatsachen schneidet „Sharktopus“ aber trotzdem etwas unterhalb vergleichbarer Werke ab. Ansonsten aber für Liebhaber solcher Filme ohne große Verärgerung guckbar.
Übrigens ist „Sharktopus“ ein Quasi-Remake von Lamberto Bavas 1984er Trashgranate „Der Monster-Hai“. Hätte der Italiener wohl auch nicht gedacht, dass sich jemand gerade seine Gurke für eine Neuverfilmung aussucht.
Die deutsche Blu Ray Disc kommt von Sunfilm und hat bis auf den Film selbst keinerlei Ausstattung. Der Film startet nach dem Einlegen von selbst und beginnt nach dem Ende des Abspanns erneut. Bild- und Ton sind für eine Direct-To-Digital-Video-Produktion in Ordnung. Als Sprachen kann man Deutsch – solide Synchro – und Englisch wählen und dazu deutschsprachige Untertitel. Bonusmaterial gibt es keines. Dafür ist die ungeschnittene – was auch? – FSK16-Blu ray sehr billig zu bekommen. (A.P.)
Kritik 2
Nathan Sands und seine Firma, die im Auftrag der US-Regierung einen Hai-Oktopus-Hybriden S11 konstruiert, eine mächte Waffe, genau genommen ein mechanischer Hai mit Tenkakeln. Dummerweise geht bei einem Test etwas schief und die gefährliche Maschine gerät außer Kontrolle, schwimmt zügig gen Mexiko. Natürlich darf nicht herauskommen, dass etwas daneben gegangen ist, und natürlich darf der kostbare Prototyp nicht zerstört werden, deswegen macht sich Sands Tochter Nicole, ebenfalls eine Wissenschaftlerin, zusammen mit dem Kriegsveteranen Flynn auf den Weg. Doch das üble Robotertier macht sich heißhungrig über die hochinteligenten Gäste an der mexikanischen Küste zu schaffen...
Wenn ein Film schon "SHARKTOPUS" heißt und als Subline auf dem Cover "50% Hai, 50% Oktopus = 100% Killer" steht, dann startet man die DVD bereits mit einem Grinsen im Gesicht. Und dieses Grinsen geht auch die ganze Zeit nicht weg, nur immer in den Augenblicken, in denen man etwas gähnen muss, denn vieles wiederholt sich hier einfach. Es ist natürlich Trash pur, da kann und will auch niemand etwas wegdiskutieren, "SHARKTOPUS" funktioniert (oder eben auch nicht) aufgrund seiner unzähligen Klischees des Tierhorrors, die hier bedient werden. Dazu kommen Animationen, die man nicht unbedingt als auf dem neuesten technischen Stand bezeichnen kann, doch dafür gibt es jede Menge. CGIs sind neben dem Hai dann auch ein paar gehälftelte Menschen und so gut wie jedes umherspritzende Blut. Nicht CGI sind zumindest einige Bikini-Girls, die dann aber doch ziemlich züchtig kreischen dürfen, alles ebenfalls ganz den gängigen Kriterien des Genres geschuldet. Und der arme Eric Roberts wird so langsam zum C-Film-Star, ständig sieht man ihn irgendwo in Corman- oder Asylum-Produktionen. So macht "SHARKTOPUS" im Doppelprogramm mit "SUPERGATOR" oder, noch passender, "MEGA SHARK VS. GIANT OCTOPUS" mit Sicherheit viel Spaß.
Die deutsche DVD von Sunfilm präsentiert den Film in Deutsch und Englisch (jeweils Dolby Digital 5.1) sowie im Bildformat 1.85:1 (16:9 anamorph). Untertitel sind in Deutsch verfügbar. Als Extra gibt es nur Trailer. (Haiko Herden)
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