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Der Mann, der immer kleiner wurde - Die unglaubliche Geschichte des Mr. C

(Frankreich, Belgien 2025)

Originaltitel: Homme qui rétrécit, L´
Alternativtitel:
Regie:
Jan Kounen
Darsteller/Sprecher: Jean Dujardin, Marie-Josée Croze, Daphné Richard, Salim Talbi, Serge Swysen, Stéphanie Van Vyve,
Genre: - Science Fiction/Fantasy


Paul führt mit seiner Frau Élise und Tochter Mia ein ziemlich normales Leben an der französischen Küste. Eines Tages gerät er beim Schwimmen in ein merkwürdiges Wetterphänomen. Kurz darauf stellt er fest, dass seine Kleidung nicht mehr passt. Nicht, weil er abgenommen hätte, sondern weil er tatsächlich kleiner wird. Ärzte untersuchen ihn, finden jedoch weder eine Ursache noch eine Behandlung. Paul schrumpft weiter, zieht irgendwann in das Puppenhaus seiner Tochter und muss schließlich feststellen, dass eine gewöhnliche Hauskatze plötzlich ein ziemlich überzeugender Endgegner sein kann...

Natürlich ist "DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE" die Neuverfilmung des Richard-Matheson-Stoffes, den Jack Arnold 1957 mit "DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR. C" bereits ziemlich endgültig verfilmt hatte. Damals waren gerade die Trickaufnahmen sensationell. Knapp siebzig Jahre später kann man technisch natürlich ganz andere Dinge machen. Und das sieht auch ganz gut aus. Ein Puppenhaus wird zur Wohnung, eine Treppe zum Gebirge, ein Aquarium beinahe zum See und eine Mausefalle zur Todesmaschine. Gerade im letzten Drittel findet der Film schöne Perspektiven, die gewöhnliche Gegenstände plötzlich riesig und bedrohlich erscheinen lassen. Jean Dujardin spielt Paul sehr zurückgenommen. Er verfällt nicht in große Panik, sondern nimmt seinen Zustand beinahe stoisch, kafkaesk hin. Das passt zur melancholischen Grundstimmung, macht den Film allerdings manchmal auch etwas distanziert. Mein größtes Problem liegt jedoch in einem anderen Bereich: Ausgerechnet das Schrumpfen selbst wird mir zu oberflächlich behandelt. Das ist doch eigentlich das Spannendste an der Geschichte. Wie verändert sich eine Beziehung, wenn ein Partner nur noch halb so groß ist? Was passiert mit Sexualität? Mit dem Verhältnis zur eigenen Tochter? Wie geht man öffentlich damit um? Was bedeutet es psychologisch, wenn man morgens wieder einige Zentimeter verloren hat und genau weiß, dass es weitergeht? Der Film streift manches davon, aber viel zu schnell. Arztbesuche, familiäre Veränderungen und gesellschaftliche Folgen werden kurz und knapp abgehandelt, damit Paul möglichst bald klein genug ist, um gegen Katze und Spinne antreten zu können. Dabei hätte mich gerade dieser schleichende Prozess viel stärker interessiert. Stattdessen interessiert sich der Film in seiner zweiten Hälfte stärker für Survival-Abenteuer. Das ist durchaus spannend gemacht. Die Katze funktioniert hervorragend, später wird der Keller zur eigenen gefährlichen Welt, und natürlich wartet dort irgendwann die Spinne. Und dann kommt das Ende. Genau dort, wo ich dachte: Jetzt wird es richtig interessant. Irgendwann wird die Welt grundsätzlich eine andere. Was geschieht, wenn er so klein wird, dass Insekten riesige Tiere sind? Wenn Staubkörner zu Felsen werden? Wenn er irgendwann Dimensionen erreicht, in denen unsere normale Wahrnehmung überhaupt keine Bedeutung mehr besitzt. Stichwort Molekularebene. Der Film deutet genau diese faszinierende Richtung an. Und hört auf. Na danke. Natürlich liegt darin die philosophische Pointe: Das unendlich Kleine kann ebenso grenzenlos erscheinen wie das unendlich Große, und Paul muss seine neue Existenz akzeptieren. Den existenzialistischen Gedanken habe ich verstanden. Ich hätte trotzdem gerne noch mehr gesehen. So bleibt "DER MANN, DER IMMER KLEINER WURDE" ein ordentliches Remake mit guten Effekten, jedoch fehlt mir ein zusätzlicher spannender Teil zwischen der letzten Szene und der Pointe. Schade. (Haiko Herden)



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- Mann, der immer kleiner wurde - Die unglaubliche Geschichte des Mr. C, Der (Frankreich, Belgien 2025)
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