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Sequoia - Herrin der Wildnis(USA 1934)Originaltitel: Sequoia Alternativtitel: Sequoia, Malibu Regie: Chester M. Franklin, Edwin L. Marin Darsteller/Sprecher: Jean Parker, Russell Hardie, Samuel S. Hinds, Paul Hurst, Ben Hall, Willie Fung, Harry Lowe Jr., Edward Brophy, Genre: - Action/Abenteuer
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Toni lebt mit ihrem Vater Matthew, einem Schriftsteller, in den kalifornischen Bergen. Eines Tages nimmt sie ein verwaistes Puma-Junges bei sich auf und nennt es Gato. Kurz darauf kommt noch das Hirschkalb Malibu dazu. Eigentlich wären die beiden in freier Wildbahn eher schlecht geeignete Freunde, aber Gato und Malibu sehen das anders und wachsen gemeinsam auf. Später werden sie wieder ausgewildert. Als Toni nach Jahren zurückkehrt, hat sich das Paradies allerdings verändert: Jäger und Holzfäller sind in die Gegend eingedrungen und für die Tiere beginnt der Kampf ums Überleben...
"SEQUOIA – HERRIN DER WILDNIS" stammt aus dem Jahr 1934 und ist einer dieser alten Filme, bei denen man ziemlich schnell merkt, dass die Menschen zwar offiziell die Hauptrollen spielen, sich aber eigentlich niemand sonderlich für sie interessiert. Mich eingeschlossen. Denn die wirklichen Stars sind Gato und Malibu. Und die Tieraufnahmen sind teilweise wirklich wunderschön. Puma und Hirsch gemeinsam durch die Landschaft laufen zu sehen, besitzt einen ganz eigenen Reiz. Dazu kommen Bären, Vögel und andere Tiere, die sich durch die Wälder bewegen, während die riesigen Mammutbäume im Hintergrund stehen. Vieles wirkt eher wie ein früher Naturfilm als wie ein klassischer Hollywood-Spielfilm. Und das Ganze in kontrastreichem Schwarzweiß, sehr hübsch. Die Geschichte selbst ist natürlich ziemlich schlicht: Freundschaft zwischen Tierarten, Natur gegen Menschen, Jäger gegen Wildtiere. Dazu eine deutlich erkennbare Naturschutzbotschaft, die für einen Hollywoodfilm aus der ersten Hälfte der Dreißiger bemerkenswert ist. Große Teile entstanden tatsächlich in und um den Sequoia National Park. Laut American Film Institute wurde in etwa 3.350 Metern Höhe in der High Sierra gearbeitet. Ausrüstung und große Mengen Tierfutter mussten mit Pferden und Maultieren hinaufgebracht werden. Für die Dreharbeiten wurde sogar ein rund zehn Acre großes Naturareal eingerichtet, in dem die Wildtiere gefilmt werden konnten. Die Produktion begann bereits 1933 und musste mehrfach unterbrochen werden. Das ursprünglich vorgesehene Hirschkalb wuchs zu schnell. Später verlor der Hirsch erst den Bast seines Geweihs und anschließend gleich das ganze Geweih. Dann spielte auch noch das Wetter nicht mit. MGM hatte ursprünglich mit 250.000 Dollar kalkuliert, am Ende sollen es etwa 400.000 Dollar geworden sein. Teile des Drehbuchs mussten sogar umgeschrieben werden, weil man sich danach richten musste, welche Tieraufnahmen überhaupt zustande gekommen waren. "SEQUOIA – HERRIN DER WILDNIS" ist sicherlich kein großer dramatischer Klassiker. Dafür ist die Geschichte zu einfach und die menschliche Handlung zu belanglos. Aber als Mischung aus Spielfilm und früher Naturbeobachtung besitzt er noch immer einen ganz besonderen Charme. (Haiko Herden)
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