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Dracula

(USA 1931)

Originaltitel: Dracula
Alternativtitel:
Regie:
Todd Browning
Darsteller/Sprecher: Bela Lugosi, Dwight Frye, Helen Chandler, David Manners, Edward Van Sloan,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Der transylvanische Graf Dracula kauft ein Anwesen in der kleinen englischen Stadt Withby und zieht dorthin. Bald geschehen seltsame Todesfälle, bei denen die Opfer blutleer aufgefunden werden. Der berühmte Wissenschaftler van Helsing glaubt, dass ein Vampir dafür verantwortlich ist...

Es gibt wohl kaum jemanden, der die Geschichten um den Grafen Dracula nicht kennt, deshalb kann die Inhaltsangabe so kurz gefasst werden. Mit Tod Browning´s Verfilmung des klassischen Horrorstoffes von Bram Stoker begann das Zeitalter des Horror-Tonfilms gleich mit einem absoluten Klassiker und einem der wahrscheinlich zehn wichtigsten Horrorfilme aller Zeiten. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück und hält sich nur rudimentär an die ursprüngliche Geschichte, alles wurde gekürzt, vereinfacht, Figuren wurden verändert oder ganz weggelassen und doch prägt die Verfilmung das Bild des Grafen bis heute, was vor allem der Darstellung von Bela Lugosi zu verdanken ist. Die Rolle war bis ans Ende seines Lebens Segen und Fluch für den ungarischstämmigen Schauspieler, der am Ende als gebrochener Mann nur noch Rollen in den (liebenswert) trashigen Filmen von Ed Wood erhielt. Selten war ein Schauspieler so sehr auf eine einzige Rolle festgelegt, wie Lugosi.

Da der Film auf der Theaterinszenierung, ebenfalls mit Lugosi, basierte, konnte er komplett im Studio produziert werden, was man auch häufig sieht. Wie in einem Theaterstück wirkt vieles Episodenhaft und wie Karsten Prüßmann in „Die Dracula-Filme“ schreibt, dürfte die Arbeit für den bekannten und damals innovativen Kameramann Karl Freund nur wenig befriedigend gewesen sein. Dennoch hat er vor allem im ersten Teil des Films, bei den Szenen im Schloss, und später in Carfax Abbey einige beeindruckende Bilder geschaffen, die teilweise an große deutsche expressionistische Meisterwerken wie „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ oder „Das Kabinett des Doktor Caligari“ erinnern und dem Zuschauer auch heute noch den einen oder anderen wohligen Schauer über den Rücken laufen lassen. Natürlich ist der Film wegen der damals herrschenden Zensurbestimmungen ziemlich blutleer und schockt heute wohl nicht mal mehr Kinder, aber er verfügt über etwas, das heutige Jungregisseure meist vergeblich zu schaffen versuchen und lieber durch blutige Details ersetzen: Atmosphäre! Definitiv einer der größten und Stil prägendsten Horrorfilme aller Zeiten und deshalb Pflicht in jeder Sammlung.

Die deutsche DVD gibt es als Teil der „Universal Classic Monster Collection“ oder als Einzel-DVD. Als Sprachen gibt es wahlweise die englische Originalversion, oder den deutschen Ton, wobei die deutsche Fassung etwas dünnbrüstig daher kommt. Man sollte also auf jeden Fall die englische Fassung wählen, zumal es ja auch noch englische, deutsche oder französische Untertitel gibt, die man sich zuschalten kann. Das Bildformat ist hier Vollbild, wobei ich allerdings nicht sicher bin, ob das das Originalformat ist.

Die Bildqualität ist leider eher mäßig, was bei einem derart alten Film wohl nicht wirklich wundert, dennoch hat man vielleicht nicht den fehlerfreiesten Filmprint als Master erwischt. Den Filmgenuss trübt das aber nur wenig, zumal etwas flackern und einige Artefakte irgendwie zu so einem Film dazu gehören, wie das Knistern bei einer Punkplatte aus den 70er Jahren.

Das Bonusmaterial ist recht interessant, besonders die Dokumentation „Der Weg zu Dracula“, die sehr informativ ist. Auch die Bildergalerie ist sehr umfangreich und voller schöner Motive in bildschirmfüllender Größer. Etwas Schade ist nur, dass man viele Motive nur abgeschwenkt oder –gezoomt hat, so dass man nicht immer die vollständigen Bilder zu Gesicht bekommt. Dazu gibt es den Original-Kinotrailer und einen Audiokommentar des Filmhistorikers David J. Skal, zu dem es auch einblendbare Untertitel gibt. Außerdem kann man sich den Film auch mit dem 1999 entstandenen alternativen Soundtrack ansehen, der von Philip Glass komponiert und vom Kronos-Quartett eingespielt wurde. Obwohl diese Klänge sehr gelungen sind, gehöre ich jedoch zu den Menschen, die sich einen Film am liebsten so original wie möglich ansehen, so dass diese Alternative für mich nicht wirklich notwendig ist. Insgesamt aber eine gelungene Würdigung eines Klassikers. (A.P.)

Die Geschichte spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der Makler Renfield (Dwight Frye) reist im Auftrag des englischen Geschäftsmanns Jonathan Harker (David Manners) nach Transsylvanien, um mit dem dort ansässigen Graf Dracula über Immobilien zu verhandeln. In der Nacht wird Renfield von Dracula, dem Herrscher aller Vampire, gebissen und kehrt zusammen mit Renfield, der nun selbst ein Vampir ist, nach London zurück. Dracula lernt dort Harkers Geliebte Mina (Helen Chandler) kennen und will sie unbedingt auch zu einem Blutsauger machen...

Ohne Zweifel ist das Original von 1931 der beste Film über den Blutsauger, den wohl jedes Kind kennt. Dracula gehört zu den berühmtesten Leinwand-Monstern und Schauspieler Bela Lugosi hat den Charakter von Dracula geprägt. Er ist ein toller Schauspieler, doch Dwight Frye ("Dracula" war seine erste große Rolle) übertrifft ihn noch. Er spielt den verrückten, Insektenfressenden Vampir wie kein Zweiter und man kann richtig Angst vor ihm bekommen. Einen solchen tollen und Wandlungsfähigen Schauspieler gibt es nicht oft. Der einzige der mir noch einfallen würde, wäre Klaus Kinski. Leider starb Dwight viel zu früh, sonst hätten wir ihn vielleicht einmal an der Seite von Kinski spielen sehen - eine herrliche Vorstellung! (Stefan Schuster)



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