| HAIKO´S FILMLEXIKON
Den weiteren Verlauf darf man einfach nicht verraten, sonst würde man eine Menge kaputt machen. "FIGHTCLUB" enthält unzählige philosophische Ansätze und ist es würdig, kontrovers diskutiert zu werden, was automatisch jeder macht, der ein wenig Gespür für schwierige Fragen hat. Vieles, was Tyler Durden Jack beibringt, ist vom Grundsatz her gar nicht so falsch, oder will jemand etwas gegen den Satz "Erst nachdem man alles verloren hat, hat man die Freiheit, alles zu tun" sagen? Im letzten Drittel ist der Film gar fast schon apocalyptisch und wartet sogar mit einer dramatischen Wendung á la "THE SIXTH SENSE" auf, die plötzlich diverse Puzzleteile zusammenpassen läßt. Filmisch ist er auch sehr ausgereift, er trägt David Fincher´s Handschrift, der "ALIEN 3" und "SIEBEN" inszeniert hat. Wirklich atemberaubende, einfach fantastische und ungewöhnliche Kamerafahrten runden das ganze ab. "FIGHTCLUB" ist dadurch absolute Pflicht!!! Die deutsche DVD hat leider, außer einem Trailer zum Film (2:33 Min.) keinerlei Extras.Fox brüstet sich zwar damit, daß interaktive Menüs und Szenenauswahl Sonderausstattung sind, aber bei einem Auto zählt ein Schloß an der Tür auch nicht zur Sonderausstattung. Als Sprachen kann man Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 auswählen, Untertitel gibt es in Englisch sowie Deutsch für Hörgeschädigte. Das Bildformat ist 2.40:1. Leider alles ein wenig dürftig. Originaltitel: Fight Club Regie: David Fincher Darsteller: Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf, Jared Leto, Van Quattro, Markus Redmond USA 1999 (Haiko Herden) Hier geht´s zur offiziellen Website. FIGHTCLUB Was ist das Leben doch schön: Jack (Edward Norton) hat einen ordentlichen Job, ein tolles Appartment und genug Geld, um tagtäglich seiner Vision von einem Bürger, der alles hat, was einen als ein hochrangiges Mitglied unserer Gesellschaft auszeichnet, näherzukommen. Doch Jack plagt ein Problem: Schlaflosigkeit. Aber wofür gibt es schließlich einen Arzt, der einem derartige Komplikationen schnell und einfach durch die Verabreichung eines geeigneten Medikamentes ersparen kann? In Jacks Fall allerdings rät der Arzt ihm allenfalls zu einer gesunden Lebensweise und tut Jacks Argument, dass er doch leide, damit ab, dass Leute, die wirklich leiden, wohl eher in der Selbsthilfegruppe für Hodenkrebspatienten zu finden seien... - was liegt also näher, als sein Leiden mit anderen Leidenden zu teilen, um es zu kompensieren? Schon beginnt das Dilemma: Jack wird süchtig nach Selbsthilfegruppen, denn er kann schlafen, wenn er sich ausgeheult hat. Dabei spielt es für ihn gar keine Rolle, welcher Selbsthilfegruppe er beiwohnt, die Hauptsache ist, er kann weinen. Das geht so lange gut, bis er den Seifenerkäufer Tyler Durden (Bratt Pitt) kennenlernt. Um ihren Alltagsfrust unter Kontrolle zu bekommen, fangen die beiden an, sich regelmäßig zu prügeln, was für Jack die Selbsthilfegruppen ersetzt: der Fight Club ist geboren. "FIGHT CLUB" entstammt der Regiearbeit David Finchers, der bereits mit den Filmen "SIEBEN" und "THE GAME" von sich reden machte: Dieser Regisseur kennt sein Handwerk, er hat Stil und wichtiger noch: er hat Mut. Letztere Tugend wird ihm dann auch geholfen haben, einen Film wie "FIGHT CLUB" zu drehen, ein Machwerk, bei dem die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) rot sah und den Film ausschießlich für mindestens 18jährige freigab, allerdings nicht wegen brutaler Kampfszenen, sondern aufgrund der gefährlichen Botschaft, die leicht mißverstanden werden kann. Dabei bleibt nach dem Ende des Film jedoch unklar, ob es überhaupt eine Botschaft gibt. Verwirrt? - dann schaut Euch erst einmal den Film an!! Ich will nicht zu sehr in die Tiefe gehen, weil man um des Verständnisses willen "FIGHT CLUB" gesehen haben müsste, damit man in der Lage ist, diesbezügliche Analyseansätze zu begreifen. Andererseits darf ich genauso wenig vorwegnehmen, denn der eigene erste Eindruck ist hier ein entscheidender Parameter. Für alle Skeptiker sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass "FIGHT CLUB" kein stumpfsinniger Prügelfilm ist, auch wenn es in den ersten 45 Minuten so scheint. Es handelt sich vielmehr um ein Psychogramm eines sich z.T. sehr bewussten Individuums aus unserem Gesellschaftssystem, welches sich durch die Zustände des Habens, nicht des Seins, koordiniert. Für mich der beste Film der Neunziger, weil er entscheidende Fragen aufwirft und kausal einwandfrei herleitet, den Zuschauer mit einer bedrückenden Realität konfrontiert und er vorgibt, die einzige Lösung zu kennen, wie sie aber niemals durchführbar ist . Tip: richtig interessant wird's erst beim 2.Mal!! Originaltitel: Fight Club Regie: David Fincher Darsteller: Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf, Jared Leto, Van Quattro, Markus Redmond USA 1999 (Bört) FIGHT CLUB
Auch das Ende überrascht sehr. "FIGHT CLUB" ist einer der besten Filme aller Zeiten und die beiden Schauspieler Norton und Pitt überzeugen in ihren Rollen. Eine besonders gute Sache ist, das Brad Pitt mit diesem Film endlich sein Frauenschwarm-Image abgelegt hat, denn er ist einfach ein sehr guter Schauspieler! Originaltitel: Fight Club Regie: David Fincher Darsteller: Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter, Meat Loaf, Jared Leto, Van Quattro, Markus Redmond USA 1999 (Stefan Schuster) |