Eine Familie hat sich in einem hübschen Hotel am Meer einquartiert. Der Hotelbesitzer bringt sie und einige weitere Personen als besonderen Service an einen extrem hübschen und einsamen Strand, der nur einen einzigen Zugang hat und ansonsten von hohen Felsen umrundet ist. Doch bald schon fühlen sich alle komisch. Sie finden heraus, was es ist: Sie altern extrem schnell, und wenn es so weitergeht, sind am Abend alle tot. Ein Kampf ums Überleben beginnt...
Wohl praktisch jede Kritik zu diesem Film beginnt mit "Regisseur M. Night Shyamalan hat Höhen und Tiefen" und mit weiterem üblichen Bla Bla Bla. Klar, Höhen und Tiefen hat wohl jeder im Filmgeschäft, es ist mir unverständlich, warum ausgerechnet Shyamalan ständig nur 1A-Erfolge haben soll. Ich glaube, das ist einfach fantasieloses Gequatsche wie öde Phrasen á la "Das Fußballspiel war ein Krimi". "OLD" hat mir gefallen. "OLD" hat aber auch einige Besonderheiten. Die Geschichte ist auf jeden Fall interessant, die Umsetzung auf jeden Fall gelungen, wenn auch nicht psychologisch tiefgehend. Die Personen altern schnell, man kann sich kaum ausmalen, was das mit den Menschen macht, wenn man weiß, bis zum Einbruch der Nacht ist man tot, stirbt an Altersschwäche oder etwas anderem. Kann man das überhaupt so schnell begreifen als Betroffener? Wie nutzt man die restliche Zeit, wenn man innerhalb von Sekunden um Tage altert? Das hätte man sich gerne noch etwas tiefgehender gewünscht. Auch darf man natürlich nicht alles auf Logik abklopfen, was die Entwicklung von Körper und Geist innerhalb dieses Tages angeht. Das muss man alles von sich abstreifen, und man muss sich einfach drauf einlassen und die Sachen als gegeben hinnehmen. Dann kann man sich gut vor dem Bildschirm oder der Leinwand fesseln lassen. Und sicherlich wollen es alle wissen: Das Ende ist nicht der typische Aha- oder Ach-Effekt á la "THE SIXTH SENSE". Kritiker erwarten das immer, und wenn es eben nicht Aha oder Ach ist, wird der Film verrissen. Das Ende ist definitiv gelungen, im Rahmen seiner Parameter. Fazit: "Don´t try to live you life in one day, Don't go speed your time away", wie Howard Jones es 1985 so schön sang. (Haiko Herden)
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