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The Last House(Großbritannien, Frankreich, USA 2026)Originaltitel: The Last House, The Alternativtitel: Regie: Louis Leterrier Darsteller/Sprecher: Greta Lee, Wagner Moura, Riley Chung, Noah Alexander Sosnowski, Emma Ho, Gabriel Barbosa, Arden Cho, Audrey Anderson, Sid Edwards, Eveline Reynolds-Boison , Genre: - Science Fiction/Fantasy - Horror/Splatter/Mystery
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Eine vierköpfige Familie will eigentlich nur das Haus verlassen. Das gestaltet sich plötzlich schwieriger als gedacht, denn Türen und Fenster lassen sich nicht mehr öffnen. Nicht verklemmt, nicht abgeschlossen, sondern vollkommen versiegelt. Dafür regnet es wie doof. Auch die Kommunikation nach draußen funktioniert nicht mehr. Die Nachbarn scheinen dasselbe Problem zu haben, und bald wird klar, dass irgendeine unsichtbare Kraft die Häuser regelrecht eingeschlossen hat. Aus Stunden werden Tage, aus Tagen Wochen, und die Familie muss sich irgendwie mit Wasser, Nahrung und der Tatsache arrangieren, dass draußen offenbar etwas sehr Merkwürdiges passiert...
Die Grundidee von "THE LAST HOUSE" ist eigentlich wunderbar simpel: Eine Familie sitzt im eigenen Haus fest und kommt nicht raus. Mehr braucht es zunächst gar nicht. Louis Leterrier macht daraus einen überraschend spannenden Mix aus Science Fiction, Mystery, Horror und Survivalfilm. Besonders in der ersten Hälfte funktioniert das ausgezeichnet. Die Familie probiert verschiedene Wege nach draußen, Vorräte müssen eingeteilt werden, das Haus wird nach und nach zweckentfremdet und immer stärker zu einer kleinen autarken Welt umgebaut. Gerade diese praktischen Details fand ich interessant. Auch dass die Familie relativ realistisch dargestellt wird. Dadurch funktioniert auch der zeitliche Sprung gut. Die Familie verbringt nicht nur ein Wochenende im Haus. Jahre vergehen. Die Kinder werden älter, das Haus verändert sich und aus einer Ausnahmesituation wird Normalität. Genau darin steckt eigentlich die spannendste Idee des Films: Was passiert, wenn Gefangenschaft irgendwann zum Alltag wird? Die Ausstattung ist dabei fast der heimliche Hauptdarsteller. Das Haus verändert sich sichtbar. Räume werden umgebaut, Pflanzen angebaut, Gegenstände zweckentfremdet, improvisiert und repariert. Das funktioniert. Was weniger funktioniert, ist die Logik. Je länger der Film läuft, desto mehr Fragen sammeln sich an. Und leider sind das nicht nur jene guten Mysteryfragen, die absichtlich unbeantwortet bleiben sollen, sondern teilweise ganz praktische Dinge. Woher kommt beispielsweise über Jahre hinweg genügend Nahrung? Ja, es wird angebaut. Aber so ein bisschen Gemüse im Wohnzimmer ernährt keine vier Menschen über Jahre. Auch der psychologische Zustand der Familie bleibt erstaunlich stabil. Natürlich gibt es Konflikte, aber insgesamt verkraften diese Menschen jahrelange vollständige Isolation verblüffend gut. Trotzdem wird zwischendurch getanzt. Zu The Cure übrigens, immerhin gute Musik. Und der Film bleibt spannend. Das ist vielleicht, neben "Close To Me" von The Cure seine größte Stärke. Obwohl lange Zeit eigentlich nur Menschen in einem Haus sitzen, entsteht kaum Leerlauf. Immer wieder gibt es neue Informationen, kleine Veränderungen draußen, Probleme mit der Versorgung und Hinweise darauf, dass hinter dem Ganzen etwas weit Größeres steckt. Irgendwann möchte man einfach wissen, was los ist. Und dann zeigt der Film es. Zumindest teilweise. Im letzten Drittel verändert sich "THE LAST HOUSE" nämlich deutlich. Aus dem Mystery-Survivalfilm wird Science-Fiction-Action mit Kreaturen, Wasser, Verfolgungen und deutlich mehr Spektakel. Genau da beginnt auch der Blödsinn stärker zu wachsen. Je mehr erklärt wird, desto weniger überzeugend wirkt das Konzept. Manche Entscheidungen funktionieren nur deshalb, weil das Drehbuch jetzt unbedingt zur nächsten Actionsequenz kommen muss. Die Regeln der Bedrohung sind nicht immer nachvollziehbar, einige Wendungen wirken konstruiert und beim Finale sollte man besser nicht anfangen, einzelne Abläufe logisch auseinanderzunehmen. Das ist schade, weil die Ausgangsidee sehr gut ist. Ich hätte sogar gut damit leben können, wenn der Film noch länger geheimnisvoll geblieben wäre. Aber das ist ja oft so, dass am Ende die Post abgeht. Oder der Oktopus... (Haiko Herden)
| Alles von Louis Leterrier in dieser Datenbank:
- Last House, The (Großbritannien, Frankreich, USA 2026) - Transporter, The (USA/Frankreich 2002) | |
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