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Utoya 22. Juli

(Norwegen 2018)

Originaltitel: Utøya 22. juli
Alternativtitel: Utøya 22. Juli
Regie:
Erik Poppe
Darsteller/Sprecher: Andrea Berntzen, Aleksander Holmen, Brede Fristad, Elli Rhiannon Müller Osbourne, Sorosh Sadat, Ada Eide, Ingeborg Enes,
Genre: - Thriller


Basierend auf wahren Begebenheiten, behandelt dieser Film die terroristischen Anschläge von Anders Behring Breivik, der insgesamt 77 Menschen tötete. Der 22. Juli 2011 in Oslo. Im Regierungsviertel explodierte eine Autobombe. Der Täter wird nicht gefasst, doch knapp zwei Stunden später, rund 40 Kilometer entfernt, beginnt ein Unbekannter auf der Insel Utoya wahllos auf eine große Gruppe jugendlicher Sommercamper zu schießen und sie regelrecht zu jagen. Dieser Film zeichnet die Ereignisse auf der Insel nach, aus der Sicht von der Schülerin Kaja, die inmitten des Grauens versucht, ihre kleine Schwester Emilie zu suchen. Der Film wurde nach der Einführung mit dem Attentat in Oslo mit einer einzigen 72-minütigen Plansequenz gedreht, das bedeutet, dass es keine Schnitte gibt, dass der Film am Stück gedreht wurde, quasi in Echtzeit, was natürlich einer unglaublichen Vorplanung bedarf. Man sieht nie mehr als das Mädchen Kaja, was der Spannung zuträglich ist, denn so weiß man als Zuschauer nie mehr als sie, wobei man vor dem Bildschirm natürlich Vorwissen hat, das den Kindern selbstverständlich zu diesem Zeitpunkt abgeht. Breivik selbst sieht man im Film nur zweimal irgendwo im Hintergrund, ansonsten hört man nur permanent Schüsse. Der Film ist unglaublich gut gemacht und lebt von seiner erschreckenden Einfachheit der Story und allen voran durch die grandiosen Schauspieler. Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen, die mehr als verdient waren. Der Kameramann Martin Otterbeck bekam eine beim Europäischen Filmpreis, aber auch die Hauptdarstellerin Andrea Berntzen, die den norwegischen Filmpreis Amanda erhielt. Unglaublich intensiv aber auch die ebenfalls Amanda-preisgekrönte Arbeit von Nebendarstellerin Solveig Koløen Birkeland, die ein sterbendes Mädchen so unglaublich realistisch spielt, dass man einfach sprachlos ist. Natürlich gibt es aber auch zu recht kritische Stimmen, ob man den Schrecken aus Rücksicht auf die Toten und deren Nahestehenden überhaupt auf diese Art zeigen musste. Das lässt sich sicherlich nicht leicht beantwortet, das muss wohl jeder für sich selbst ausmachen. (Haiko Herden)


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- Utoya 22. Juli (Norwegen 2018)

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