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Mutant - Das Grauen Im All

(USA 1982)

Originaltitel: Forbidden World
Alternativtitel: Mutant - Das Grauen Aus Dem All
Regie:
Allan Holzman
Darsteller/Sprecher: Jesse Vint, Dawn Dunlap, June Chadwick, Linden Chiles, Fox Harris, Raymond Oliver, Scott Paulin, Michael Bowen, Don Olivera, Victor Warren,
Genre: - Science Fiction/Fantasy - Horror/Splatter/Mystery


Der Weltraum-Scout Mike Colby erhält den Auftrag, in einer Forschungsstation auf dem Planeten Xerbia nach dem Rechten zu sehen. Dort ist ein Genexepriment außer Kontrolle geraten und eine mutierte Lebensform bringt das Forscherteam in Gefahr. Da die neue Lebensform ein wichtiges Forschungsobjekt ist, soll sie lebendig eingefangen werden, doch sie entwickelt sich weiter und hat ganz eigene Pläne...

Irgendwann Ende der 80er Jahre kam mir die VHS-Cassette von „Mutant - Das Grauen Im All“ in die Finger und blieb mir nach dem Ansehen als „Alien“-Epigon im Gedächtnis. Nun gab es vor allem Anfang der 80er Jahre nach dem großen Erfolg von „Alien“ jede Menge Filme, die sich da anhängen wollten, einige sind sogar durchaus unterhaltsam - natürlich meist auf eine ziemlich trashige Art und Weise. Auch Altmeister Roger Corman wollte als Produzent seinen Teil vom Kuchen abhaben und ließ Regisseur Allan Holzman mit gebrauchten Kulissen (aus „Planet Des Schreckens“) und überschaubarem Budget „Forbidden World“ drehen, der dann in Deutschland in „Mutant - Das Grauen Im All“ umgetitelt wurde. Herausgekommen ist trotz der sichtbar billigen Machart eines der unterhaltsamsten „Alien“-Rip Offs.

In Deutschland gab es dann tatsächlich noch einen Film namens „Mutant 2“, der aber mit diesem weder inhaltlich noch personell irgendwas zu tun hatte und eher ins Zombie-Genre gehört. Titelschmiede Deutschland... Bei „Forbidden World“ ergibt der deutsche Titel aber zumindest noch Sinn, da der Film im Englischen ursprünglich auch „Mutant“ heißen sollte.

Der Film versucht gar nicht erst, seine Vorbilder zu verbergen und war natürlich - wie im Grunde alle Corman-Filme - dazu da, mit möglichst geringem Einsatz möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Der inzwischen 90jährige Herr hat es dabei aber immer geschafft, seine Filme (sei es als Regisseur oder als Produzent) nach mehr aussehen zu lassen, als sie wirklich waren. Der Unterhaltungswert war meist hoch, weil Corman immer ziemlich genau wusste, was sein Publikum sehen wollte. Regisseur Allan Holzman drehte in seiner Karriere nicht allzu viele Filme, liefert hier aber solides Handwerk ab. „Solide“ ist auch das passende Wort, wenn man andere Aspekte des Filmes betrachtet: solide Darsteller - keine ganz bekannten Namen, aber überwiegend in Film und vor allem Fernsehen gut beschäftigte Leute -, eine spannende Story ohne größere Überraschungen, ordentliche Spezialeffekte - die Weltraumschlacht sieht ein wenig nach „Kampfstern Galactica“ aus, zumindest die Explosionen -, ein ganz gut gelungenes Monster in verschiedenen Entwicklungsstufen und, wie es sich für ein trashiges Rip Off gehört, jede Menge Splatter- und Gore-Effekte und selbstzweckhafte Nackt- und Sexszenen der hübschen Damen. Sehr erwähnenswert ist auch die musikalische Untermalung von Komponistin Susan Justin, die einen sehr guten Früh-80er Synthesizer-Score geschrieben hat, den ich mir direkt nach dem Ansehen des Films erstmal als LP bestellt habe.

So manche Szene wurde fast 1:1 aus Alien übernommen (Facehugger, die verwinkelt erscheinenden dunklen Gänge, das gemeinsame Essen, das Aufwecken aus dem Kryo-Schlaf) und auch zu „Star Wars“ gibt es einige Querverweise (Sturmtruppler!). Das macht aber nichts, denn es ist geradezu ein großer Spaß, alle „geklauten“ Szenen zu entdecken und zudem wird ordentlich rumgematscht - völlig übertrieben - und einige Szenen sind regelrecht irre (misslungene Kommunikation mit dem Monster, Tumor-Szene). Und obwohl der Film durchaus ernst gemeint ist und keine offensichtlich witzigen Szenen enthält, ist eine gewisse Selbstironie spürbar. So nimmt man Jesse Vint den Draufgänger „Mike Colby“ niemals so richtig ab, wenn er so manches Mal nicht besonders überlegt agiert und von einer amourösen Situation in die nächste gerät oder er eine „Operation“ mit bloßer Hand vornimmt und dabei darauf achten soll, doch bitte die Gallenblase nicht zu zerquetschen. Das muss man wirklich gesehen haben, um es zu glauben.

Fans von 80er Jahre Genrefilmen, Science Fiction-Fans, Corman-Fans und nicht zu engstirnige „Alien“-Fans können hier bedenkenlos zugreifen, knapp 80 Minuten Hirnausschalt-Unterhaltung im besten Sinne ist garantiert. Nachdem der Film einstmals indiziert war, ist er seit einiger Zeit rehabilitiert und ab 16 Jahre freigegeben.

Umso mehr Spaß macht es, weil die Veröffentlichung aus dem Hause Anolis wieder einmal vorbildlich ist. Nur wenige Labels betreiben für einen derartig kleinen Film, der filmhistorisch natürlich nur eine Randnotiz ist, so viel Aufwand. „Mutant - Das Grauen Im All“ ist der Auftakt einer neuen Reihe von Veröffentlichungen, die aus 80er Jahre-Genrefilmen bestehen wird. Reihen für die 60er und 70er Jahre werden auch kommen. Nummerierte Serien erlauben meist die einigermaßen verlässliche Planung, da die Sammler keine Veröffentlichung verpassen wollen und auch mal einen Film kaufen, der sie vielleicht nicht so richtig interessiert. Aus Sicht von Anolis ist das aber durchaus legitim, denn dort investiert man viel Arbeit und Geld, um den Fans kaufenswerte Veröffentlichungen bieten zu können.

„Mutant - Das Grauen Im All“ kommt in zwei schicken Mediabooks, die jeweils die Blu Ray und die DVD enthalten. Auf Blu Ray erscheint der Film erstmals in Deutschland. Die Bildqualität ist mehr als ordentlich. Dabei muss man hinnehmen, dass einige Szenen des rekonstruierten Director´s Cuts nur auf einer Videocassette des Regisseurs vorlagen und diese in Standardauflösung eingefügt wurden. Damit kann man aber gut leben. Zusätzlich ist noch die etwas längere deutsche Kinofassung enthalten, die aber keine zusätzlichen Szenen enthält, sondern frech einen ganzen Szenenblock zweimal zeigt, um auf über 80 Minuten Laufzeit zu kommen. Das konnte man damals mit den deutschen Kinozuschauern machen, ohne, dass sich jemand aufgeregt hätte. Schärfe und Farben sind auf gutem Niveau. Der deutsche und englische Mono-Ton wurde auf die beiden Frontlautsprecher gelegt und ist gut verständlich, Deutsche Untertitel gibt es dazu natürlich auch noch.

Wirklich Mühe gegeben hat man sich im Hause Anolis, Bonusmaterial aufzutreiben. Da gibt es zunächst einmal einen Audiokommentar zur deutschen Kinofassung von Ingo Strecker und Pelle Felsch, der ganz launig und auch informativ ist. Zum Ende hin fällt den beiden hin und wieder nicht mehr so viel Neues ein, aber allzu viel Tiefsinniges ist bei solch einem Film auch nicht zu sagen. Ein aus Interviews bestehendes „Making Of, ein Special über die Spezialeffekte von und mit Carl Buechler und einige Anmerkungen zum Film von Roger Corman persönlich werden durch Standards wie Bildergalerien und Trailer ergänzt. Dazu gibt es ein 20-seitiges Booklet mit Anmerkungen von Ingo Strecker und schönem Bildmaterial. Das ist sehr ordentlich und durchweg auch interessant. Ein Traum wäre natürlich noch der Soundtrack auf CD gewesen, aber das wäre wirtschaftlich sicher nicht vertretbar gewesen, so muss man sich als Fan entweder die Original-LP oder die vor einigen Jahren erschienene Nachpressung besorgen. Man hätte „Mutant - Das Grauen Im All“ auch als lieblose 5 €-Grabbeltisch-Veröffentlichung in die Elektromärkte stellen können, man kann es aber auch viel besser machen und die Genrefans beglücken, wie Anolis einmal mehr eindrucksvoll beweist. (A.P.)



Seiten-Aufrufe seit 26.07.2014: 128


Alles von Allan Holzman in dieser Datenbank:

- Retaliator, The (USA 1987)
- Mutant - Das Grauen Im All (USA 1982)

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