Blake Lovell, ein ruhiger Schreiberling mit Frau Charlotte und Tochter Ginger, reist zur familieneigenen Hütte in Oregon, weil sein Vater plötzlich tot ist (oder offenbar einfach verschwunden) und ihm das Grundstück vererbt wurde. Doch natürlich kratzt eine merkwürdige Bestie an der Tür. Blake wird gebissen, entwickelt übernatürliche Stärke, entfremdet sich sprachlich, riecht die Welt anders, und... bekommt sehr unschöne Anwandlungen...
Allzu aufregend ist dieser Wolfsfilm nicht, aber er hat zumindest genügend Gruselatmosphäre, um nicht langweilig zu sein. Regisseur Leigh Whannell ("INSIDIOUS - CHAPTER 3") ist eine Mischung aus Körper-Horror und familiärem Drama zugleich. Inhaltlich bewegt sich das Werk irgendwo zwischen "DIE FLIEGE" – wenn der Körper rebelliert – und "GINGER SNAPS" – wenn die Pubertät zur Bestie wird. Allerdings fehlt "WOLF MAN" das letzte Quäntchen emotionaler Tiefe. Die Dialoge sind ein bisschen einfach, die zweite Hälfte zieht sich ein wenig, und die Kreatur selbst ist auch nur so la la, zumindest nicht sehr angsteinflößend. Der Film ist nicht ikonisch, aber man spürt, dass Whannell sich Mühe gegeben hat, Menschliches und Monsterhaftes zu verweben. (Haiko Herden)
|