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Rakete Mond Startet

(USA 1950)

Originaltitel: Rocketship X-M
Alternativtitel:
Regie:
Kurt Neumann
Darsteller/Sprecher: Lloyd Bridges, Osa Massen, John Emery, Noah Beery Jr., Hug O´Brian, Morris Ankrum, Patrick Aherne, Sherry Moreland,
Genre: - Science Fiction/Fantasy


Endlich starten die USA den ersten bemannten Raumflug, der eine fünfköpfige Besatzung zum Mond bringen soll. Durch einen Meteoritenhagel kommt es zu einer Kursabweichung und nach einiger Zeit landet die Rakete auf dem Mars statt auf dem Mond. Dort entdeckt die Besatzung die Überreste einer durch einen Atomschlag zerstörten Zivilisation…und einige mutierte Überlebende…

Der zweite Weltkrieg war noch nicht lange vorbei, das Atomzeitalter hatte begonnen und die Amerikaner träumten von der Raumfahrt. Die Forschung steckte noch in den Kinderschuhen und es sollte noch Jahre dauern, bis (die Sowjetunion) erste unbemannte und später bemannte Raumflüge startete. Dass ein Film über eine Marslandung deshalb im Jahr 1950 noch recht naiv erscheint und mit den tatsächlichen Gegebenheiten wenig zu tun hat, ist klar. Trotzdem – oder gerade deshalb – kann der Film „Rakete Mond Startet“ als ein Auslöser der Science Fiction-Film-Welle der 50er Jahre angesehen werden, nimmt er doch schon einiges vorweg, was spätere Filme zu kultigen Klassikern machte.

Natürlich hat zumindest die zweite Hälfte nichts mit der Realität zu tun. Künstliche Schwerkraft auf dem Raumschiff, keinerlei Raumanzüge, sondern Stoffhosen und Lederjacken an Bord, es werden klassische Gewehre und Pistolen mitgenommen, auf dem Mars reichen einfache Sauerstoffmasken als Ausrüstung und und und…das ist alles natürlich aus heutiger Sicht trashig. Aber 1950 konnten viele Menschen sich eben noch vorstellen, dass der Mars von menschenähnlichen Wesen bewohnt war und dort weitgehend lebensfreundliche Bedingungen herrschen. Dabei versucht man in der ersten Hälfte durchaus, einen wissenschaftlich glaubwürdigen Raumflug darzustellen. Und sogar eine Frau war mit an Bord, und das nicht nur als hübsche Begleitung, sondern mit einer wichtigen Funktion. Das war damals tatsächlich recht fortschrittlich.

Auch die Gefahren der Atomkraft wurden bereits thematisiert, was zu dem Zeitpunkt noch eher ungewöhnlich war. Ein klassisches Happy End – ich weiß, ich spoilere jetzt ein bisschen, aber das kann man bei einem 66 Jahre alten Film wohl mal machen – gibt es nicht, dafür aber den typisch amerikanischen Patriotismus im Stile von „Auch wenn Opfer zu beklagen sind, werden wir nicht aufhören, unseren Weg zu gehen.“

Handwerklich und von der Ausstattung her ist „Rakete Mond Startet“ solide gemacht. Die Spannung ist heutzutage natürlich nicht mehr so sehr vorhanden, wie damals, weil man seitdem einfach ganz andere Science Fiction gesehen hat. Aber die Besetzung mit einem jungen Lloyd Bridges, dem einigermaßen bekannten John Emery und der leider nicht besonders bekannt gewordenen hübschen Osa Massen ist sehr ordentlich. Die Regie übernahm Kurt Neumann, bekannt durch diverse „Tarzan“-Filme und vor allem durch den Horrorklassiker „Die Fliege“.

Sicher ist „Rakete Mond Startet“ heute nicht mehr ganz ernst zu nehmen, aber trotzdem hat der Film einen hohen Unterhaltungsfaktor und kann nicht als purer, billiger Blödsinn und Trash abgetan werden. Für das Genre der „Space Opera“ und der Science Fiction der 50er und 60er Jahre hat er sogar eine gewisse Bedeutung.

Großartig, dass das Label Edition Hände Weg!/Anolis mit Unterstützung des „Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega“ den Film nun in einer schönen Edition – genauer in der Reihe „Sci-Fi & Horror Classics“ als DVD in 2 Covervarianten als kleine Hardboxen veröffentlicht hat. Die Auflage beträgt insgesamt nur 666 Exemplare und es ist bei weitem nicht sicher, ob eine normale Amaray-Version nachgeschoben wird. Wünschenswert wäre es allerdings, damit mehr Leute die Chance haben, diese kleine Perle zu sehen. Von Bild und Ton sollte man nicht übermäßig viel erwarten, für das Alter des Films ist das aber recht ordentlich. Der Film kommt in Schwarz-Weiß, als nettes Gimmick sind die Szenen, die auf dem Mars spielen aber rot eingefärbt. Die Filmmacher haben sich also schon damals was einfallen lassen.

Deutscher und englischer Ton sind vorhanden, deutsche Untertitel ebenfalls. Eine Szene, die offenbar in Deutschland damals nicht enthalten war und deswegen nicht synchronisiert wurde, ist in englischem Ton mit deutschen Untertiteln eingefügt. Stört aber kaum. Als Bonus gibt es den Trailer, abgeschwenkte Filmprogramme und Werberatschläge und eine Bildergalerie mit Plakatmotiven und Aushangfotos. Mehr ist hier wohl nicht mehr zu finden. Schön wäre ein launiger Audiokommentar gewesen, aber für so eine (zahlenmäßig) kleine Veröffentlichung sind die Kosten wohl nicht refinanzierbar. Dennoch: schöne Veröffentlichung! (A.P.)




Alles von Kurt Neumann in dieser Datenbank:

- Fliege, Die (USA 1958)
- Tarzan bricht die Ketten (USA 1953)
- Rakete Mond Startet (USA 1950)

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