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The Evil Ones

(USA 2016)

Originaltitel: Bornless Ones
Alternativtitel:
Regie:
Alexander Babaev
Darsteller/Sprecher: Margaret Judson, Devin Goodsell, Michael Johnston, Mark Furze, Bobby T, David Banks, Victoria Clare, Gwen Holloway,
Genre: - Horror/Splatter/Mystery


Emily zieht mit ihrem Mann Jesse in ein abgelegenes Haus, um in der Nähe ihres spastisch gelähmten Bruders zu sein, den sie dort in einer Spezialklinik behandeln lassen will. Zusammen mit einem befreundeten Paar wollen sie das Haus renovieren. Dabei stoßen sie auf merkwürdige Symbole und Bilder an Wänden und Fenstern und ahnen nicht, dass sie durch das Entfernen dieser einer bösartigen Macht Zutritt in unsere Welt erlauben...

Beinahe in jeder Szene von „The Evil Ones“ - der „deutsche“ Titel ist schon an einen großen Horrorklassiker angelehnt, genau, wie das Coverartwork - fühlt man sich an Filme aus den 70er und 80er Jahren erinnert. Von „Texas Chainsaw Massacre“ über „Amityville“ bis „Hellraiser“ wird wild zitiert, allerdings nicht billig und uninspiriert, sondern eher liebevoll als Tribut. Über allem schwebt aber das große Vorbild „Tanz Der Teufel“. Figurenkonstellation, Handlung und die Gestaltung der Dämonen sind so deutlich daran angelehnt, dass es keinesfalls Zufall sein kann. Wenn das deutsche Label Tiberius Film dann auch noch das Cover mehr als deutlich an das „The Evil Dead“-Remake anlehnt und wie gesagt, den Originaltitel „Bornless Ones“ auch noch anpasst, wird deutlich, an welchen Erfolg man sich anhängen möchte.

Das alles ist in diesem Falle aber nicht schlimm, denn der Film macht alles richtig. Da die Vorbilder nicht verleugnet oder - was noch schlimmer wäre - verarscht werden, sondern man sich einfach daran orientiert, um einen guten, harten Old-School-Horrorfilm zu präsentieren, funktioniert „The Evil Ones“ sehr gut. Auch unpassenden Humor hat man fast weggelasen und so erinnert die Machart manchmal an den großartigen „The Void“. Mit rund 80 Minuten ist die Laufzeit knackig, so dass niemals Langeweile aufkommt. Tiefergehende Charakterisierungen der wenigen Hauptfiguren sollte man da natürlich nicht erwarten. Auch gibt es eigentlich keine richtigen Sympathieträger, da jede und jeder irgendwie ein unangenehmes Geheimnis hat, was den Dämonen dann als Angriffspunkt dient.

Klar, die Handlung ist nicht besonders ausgeklügelt und hält sich streng an die Gesetze des Genres, unter anderem wird das Prinzip des Slasher-Films penibel eingehalten. Ausgeglichen wird der dünne Inhalt durch teilweise schon gorige Splattereffekte, die zum großen Teil wohl handgemacht sind. Etwas weniger überzeugen ein paar CGI-Effekte, was aber letztlich dann nicht viel ausmacht. Eine Sexszene gibt es natürlich auch - was selbstverständlich „bestraft“ wird -, ebenso wie den merkwürdigen Tankwart und das geheimnisvolle Zauberbuch - hier statt des „Necronomicons“ die „Goetia“. Sozusagen als Bonus gibt es noch ein paar wirklich gruselige Momente, was in derartigen Werken auch nicht immer so ist. Alles bekannt also, aber gut und unterhaltsam umgesetzt. Hier erhält man genau das, was man sich erhofft, wenn man mit den Horrorfilmen der 80er Jahre aufgewachsen ist und mehr kann man nun wirklich nicht verlangen.

Die deutsche Blu Ray (DVD gibt es natürlich auch) erscheint bei Tiberius Film und ist laut Cover ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben (bei dem Label auch nicht unbedingt immer so). Die Bildqualität ist für einen vermutlich eher kleinen, billigen Film okay, wobei die blassen, teils trüben Farben wohl als Stilmittel gewollt sind. Ein Referenzbild sollte man aber nicht unbedingt erwarten. Der deutsche und englische Ton gehen auch in Ordnung, dazu gibt es auch noch deutschsprachige Untertitel. Die Synchronisation ist sicher nicht die teuerste und aufwändisgte gewesen, aber man gewöhnt sich daran und hat dann auch nichts mehr zu meckern. Als Bonus gibt es leider nur den Trailer zum Film. Schade, dass „The Evil Ones“ somit nur die absolute Minimalausstattung auf Blu Ray bekommen hat, hier hätte der Film wirklich mehr verdient. (A.P.)



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- Evil Ones, The (USA 2016)

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